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TAPE - Band´s health

Das die Ideen-Trickkiste der Musikbranche noch lange nicht ausgeschöpft ist, beweisen Tape auf wirklich eindrucksvolle Weise. Mit ihrem gleichnamigen Debüt kombinieren sie Gitarren-lastige Rockmusik mit Metal-Einflüssen und facettenreichem Soul-Gesang. Frontfrau und Stimmphänomen Dacia ist gleichermaßen sexy Shouterin wie anmutiges R‘n‘B-Wunder. Ummantelt wird ihre energiegeladene Stimme von einem harten bis zarten Sound, der melodiös wie groovy daher kommt. Bassist Ike verriet, wie es zu dieser extravaganten Mixtur kam, die weit entfernt von typischem Klischee-Rock anzusiedeln ist.

„Wir alle waren bereits lange vor Tape musikalisch aktiv. Die Genres in denen wir uns bewegten, sind sehr unterschiedlich. So spielte ich beispielsweise in einer Punk-Band, während sich Gunnar dem Metal widmete. Auch Dacia, Ole und Hanz machten die verschiedensten Erfahrungen auf musikalischer Ebene. Als wir uns damals in Hamburg trafen, war schnell klar, dass die gemeinsame Liebe dem Rock´n´Roll zugewand ist. Also beschlossen wir, uns auf diesen zu konzentrieren und dabei individuelle Erfahrungswerte, Ideen und musikalische Vorlieben einfließen zu lassen. Auf diese Weise entstand eine Art Patchwork-Sound, der die Kreativität aller Band-Mitglieder in sich trägt.“ Sie sind zurecht stolz auf ihr Debüt, dass unter nicht gerade einfachen Bedingungen entstand. Der zeitliche Rahmen und die zur Verfügung stehenden Mittel waren nicht gerade optimal. Das Quintett machte jedoch das Beste aus der Situation und hatte nebenbei auch noch jede Menge Spass. „Als wir in Malmö an unserer Scheibe arbeiteten, lebten wir auf engstem Raum zusammen. Es war eine extrem lustige Zeit - wir sind eben keine Kinder von Traurigkeit! Allerdings möchte ich noch nicht zu viel verraten, da wir die schrägsten Vorfälle per Videobeweis dokumentiert haben. Bald wird es dann ein DVD-Special geben, das uns von der privaten Seite zeigt.“ Während man auf diese recht persönlichen Indizien-Beweise noch etwas warten muss, flimmert ihr Videoclip zu „Yeeha!“ bereits über den Bildschirm. Trotz der jüngst erlangten Medien-Präsenz wirkt die deutsche Band kein bischen übermütig. „Wir bleiben total entspannt. Auch wenn es scheint als würde es nun so richtig los gehen, flippen wir nicht aus, sondern bleiben auf dem Boden der Tatsachen. Wir hoffen das Beste und erwarten das Schlimmste! So ist man auf alle Eventualitäten vorbereitet. In dieser Formation existieren wir nun schon seit drei Jahren und wurden in dieser Zeit nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Den ein oder anderen Bauchplatscher mussten wir bereits hinnehmen, aber so etwas härtet ab. Es gibt eben Dinge mit denen man als Musiker rechnen muss!“ Neben kleinen Rückschritten, gab es jedoch auch jede Menge Ausfallschritte nach vorn. So spielten sie bereits als Support fetter Acts wie Disturbed , Kittie und Stone Sour. „Besonders Stone Sour haben uns durch ihre Power und Professionalität schwer beeindruckt. Darüber hinaus sind der Slipknot-Sänger und seine Kumpanen sehr symphatisch und wissen genau was sie wollen.“ Das Tape ebenfalls klare Ziele fokussieren und ihre persönliche Erfüllung in der momentanen Band-Situation gefunden haben, zeigen ihre Hoffnungen für die Zukunft. „Es ist unser größter Wunsch noch lange in dieser Formation spielen zu können. Natürlich hätten wir auch gerne ein Stückchen vom Kuchen des Erfolges und sind bereit unser ganzes Herzblut dafür einzusetzen. Die Gesundheit ist und bleibt jedoch das wichtigste, denn ohne sie macht alles andere keinen Sinn.“ Wer sich vergewissern will, wie fit das Quintett in puncto Aufspielen ist und auf welche gesunde Art sie das Publikum rocken, sollte sich (mindestens) einen Gig der aktuellen Tour anschauen! Nix wie hin und warm anziehen!

Aktuelles Album: #1 (eastwest)
Weitere Infos: www.tape-music.de
© 01. Januar 2004  WESTZEIT ||| Text: Cathrin Thomas
Januar 2004

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