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BLACKMAIL - ... verschreibt Blue Man Group

Wer Musik macht muss unweigerlich auch was davon verstehen und weiss sicherlich ein paar aktuelle Publikationen zu bewerten und kritisch zu beäugen. Also warfen wir nicht weniger als 7 Bands und einige ihrer aktuellen Songs in die Runde, um unter verschiedenen Gesichtspunkten und letztlich dem Gesamteindruck ein Urteil und eine Empfehlung zu erhalten.

Runde 1: jeweils ein Song von Jet, Amplifier, Fountains Of Wayne, Blue Man Group, The Nervous Return, The Darkness und Pete Yorn. Alles relativ aktuell und gerade erschienen, Amplifier und Blue Man Group kommen im Frühjahr. Während Aydo impulsiv und äußerst spendabel Punkte vergibt ist Carlos eher hart und kritisch - und letztendlich wirkt er gar etwas enttäuscht über die Auswahl, die ihm vorgesetzt wurde. Mario analysiert genau und wirkt bei der Punktevergabe sehr feinfühlig, Kurt wiederum ist sehr direkt und schroff. So fallen direkt Pete Yorn und unsere Titelboys The Darkness raus. Letztere mit Abstand. Warum? Der Mantel des Schweigens und ein leichtes Gelächter, ob die das wirklich ernst meinen, überdeckt die Diskussion. Wir springen in Runde 2. Blue Man Group‘s „Persona“ heimst gute Kritiken ein. Josh Haden‘s Stimme gefällt, alle vier outen sich als große Spain-Fans. Höchstnoten sind die Folge. Jet rocken sehr bodenständig, „Rollover DJ“ wirkt auf die Jungs aber mitunter zu harmlos und unoriginell. Dennoch bleiben sie im Rennen. Bei Amplifier scheiden sich dann die Geister. Die epische Seite der Band bei „Airborne“ gefällt Mario gut, Aydo findet es eher zu pathetisch. Im Endeffekt fallen sie leider raus. Fountains Of Wayne überraschen durch ihre Vielseitigkeit, lassen aber leider Federn. Es fällt der Vergleich zu Miles. Eine gerunzelte Stirn, ein müdes Lächeln - sie sind draussen. The Nervous Return wirken frisch und bleiben im Rennen. „Dramahead“ rettet sie in das Finale. Die Diskussion ist keine mehr. Blue Man Group machen das Rennen. Das Konzept gefällt, die Produktion ist erhaben, der Gesamteindruck lässt die ordentlich rockenden Jet und ehrlich klingenden The Nervous Return knapp hinter sich. Auch, wenn es noch bis März dauert, bis das Album „The Complex“ erscheint, man ist sich einig, dass sich das Warten lohnt. Schlussendlich geht das Ergebnis in Ordnung. Man muss schon genau hinhören, wenn man etwas wirklich interessantes entdecken will. Alle sind zufrieden, alles wird gut.
Weitere Infos: www.blackmail.de
© 01. Januar 2004  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen ||| Foto: Axel Nothen
Januar 2004

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