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WUNDER - Das Wunder von Hamburg

Das Wunder von Bern ist noch in aller Munde, und Wunder gibt es immer wieder. Diesmal: Hamburg - Laßt uns ein Wunder sein! Mi einem Herz aus Rock! Die Westzeit eruierte, und zwar nicht nur, was es an Wortspielereien zum Namen gibt!
Der Moderator einer Radiosendung skizziert die wundervolle Musik einmal als Mischung aus Rammstein und Rosenstolz. Oder handelt es sich um eine Mischung aus Krach und dem, was die Oma so hört? Letzteres meint jedenfalls der 11-jährige Julian, bevor er im Studio beginnt, mit den dort ansässigen Möpsen zu spielen. Diese Hunde stören beim Gespräch, so geht es in einen ruhigen Nebenraum des besagten Studios, dass sich die Band vor zweieinhalb Jahren gebaut hat. Um sich bei den eigenen Produktionen entsprechend Zeit lassen zu können, sich nicht dem Termindiktat unterwerfen zu müssen. So wurde in Arbeitsteams von jeweils 2-3 Personen das erarbeitet, was wach hält. „Was Hält Uns Wach" ist der Debut-Longplayer von Wunder. „Ach Ja", eine selbstproduzierte 6-Track-Cd von 1999, war bis anhin die einzig käuflich zu erwerbende Konserve. Sie wurde damals auch auf dem drittem "Hurricane -Festival" angeboten, wo das Quartett direkt nach Marylin Manson auftrat (...wenngleich mit der kurzen Unterbrechung einer Nacht). Katrin Schröder (Gesang, Texte, Keyboards) stand am Bühnengraben, um beste Sicht auf die Performance zu haben. Später kamen wir ins Gespräch, Schröder erzählte von ihrer Band. Soweit die erste Begegnung, beim Interview war sie leider nicht zugegen. Termine... . „Unsere Texte sind das, was aus Katrin so herausfließt", sagt Peter Keller (Gitarren, Keyboards, Komposition, Mix). Er hat eine Sisters Of Mercy -Hörer-Vergangenheit, was sich in den Gitarrenparts teilweise niederschlägt. Eine Meinung, die der Musiker nicht teilt. "Die dunklen Elemente brachte der Programmierer, Keyboarder von Zeromancer in unsere Musik!" Keller gehört nicht zur 1996er Wunder-Original-Formation, stieß im Jahre 2000 dazu. Von ihm stammt die (angeforderte) Selbsteinschätzung der Band - „Wir haben ein Herz aus Rock!", er haßt den "Casting-Scheiß´", der bei anderen großen Labels veröffentlicht wird. "Wir waren in der guten Lage, zu entscheiden, bei wem wir unterschreiben. WEA hat einfach das beste Umfeld, einen nicht so schlimmen Popbereich wie z.B. Universal oder BMG. Eigentlich haben wir eine große Indie-Plattenfirma, mit Signings wie Crash, Zeromancer, Beatsteaks. Das sind Themen, wo wir uns eher hingehörig fühlen", erzählt Achim Köllner (Gitarren, Keyboards), der den Bereich Schlager ebenfalls schön in Worte kleidet. "Das ist Musik, die im homosexuellen Bereich gehört wird, oder halt bei der Oma. Unsere Musik hat keinen textlichen Bezug zu der einfachen Welt, die im Schlager dargestellt wird. In Amerika ist das anders. Country-Musik ist amerikanischer Schlager. Dort gibt es definitiv Leute, die Slipknot- und Dixie Chicks-Platten nebeneinander stehen haben. Weil sie in beiden Richtungen eine Qualität finden, oder eben etwas, womit sie sich identifizieren können.“ Identifizieren kann sich Arne Ghosh (Bass, Keyboards, Drums, Komposition; spielt seit 2001 zudem bei Paula) vor allem mit der künstlerischen Freiheit bei Wunder. „Als der Plattendeal in die Wege geleitet wurde, erhielten wir ein Budget für Equipment. Wir legten unsere Büro´s, die in der Stadt verteilt waren zusammen. Dann nahmen wir den Rechenschieber... . So kamen wir nicht nur zu unserem Studio hier, sondern ermöglichten es uns, autarc zu arbeiten! Somit schließt sich der Kreis. Ein Wunder?


Weitere Infos: www.wunder.tv
© 01. Juli 2004  WESTZEIT ||| Text: Ralf G. Poppe
Juli 2004

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