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NASHVILLE PUSSY - What´s new Pussycat?

Nach diversen Umbesetzungen erscheint dieser Tage das neue Nashville Pussy-Album. Das insgesamt vierte seit Bestehen der Südstaaten-Schweinerock-Kombo. Längst überfällig also ein Interview mit den Ladies und Gentlemen aus dem Cotton-Belt, die auf ihrer Website stolz verkünden: 100% Yankee free! Wir sprachen mit Frontman Blaine Cartwright und Gitarristin Ruyter Suys über Sex, Drugs und das US Marinecorps.

„Get Some“ ist Euer viertes Album, ist es auch das Beste?

Ruyter: „Wir denken: ja. Wir haben wohl endlich die richtige Mischung gefunden. Die Songs machen live unheimlich viel Spass.“

Gibt es Lieblinge darunter?

Beide: „Ja, schon. Zum Beispiel „Pussy Time“ oder „Good Night for a heart attack“, sind absolute Partysongs“.

Wie kamt ihr auf den Titel?

Ruyter: „Get some“ bezieht sich auch irgendwie auf „Pussy Time“ als Partysong. In dem Sinne:Macht Party! Habt Sex und Spass und Rock´n´Roll“.

Und hat nichts mit dem Schlachtruf der Marines im Irak zu tun?

Ruyter: „Hölle! Nein! Es sei denn die Schlacht läuft zwischen zweien, von denen einer Sex und der andere keinen will. Und die Hubschrauber sind voller heisser Chicks“.

Bis vor etwa zwei Jahren hat sich das Personalkarussel noch heftig gedreht. Hat das Eurer Kontinuität geschadet?

Blaine: „Letztendlich nicht. Die Basis von Nashville Pussy hat immer gestimmt. Früher waren wir bestimmt noch Punk-lastiger. Das ist nun nicht mehr so. Im Prinzip machen wir jetzt genau das, was wir immer machen wollten“.

Keine Schwankungen dadurch?

Blaine: „Doch. Es hat natürlich immer ein wenig Zeit gekostet, bis die neuen Leute im Thema waren, aber wir machen das ja nicht nur um davon leben zu können, sondern hauptsächlich, um in der geilsten Rock´n´Roll-Band der Welt zu spielen. Das hat der Entwicklung von Nashville Pussy letztlich geholfen, dahin zu kommen, wo wir jetzt sind“.

Überhaupt scheint Ihr nicht so leicht kleinzukriegen. Beim S´Jock-Festival in Belgien wurdet ihr noch um 6 Uhr morgens beim Zechen in der Tiki-Bar gesehen um 15 Uhr standet ihr frisch auf der Bühne.

Ruyter: „Oh Mann, woher weisst du das denn? Das war ein schrecklicher Abend, wir haben die ganze Zeit Duvel und Leffe-Double getrunken. Mann, das war lecker, aber gefährlich. Da kann man sich auch mal jemand schön trinken. Belgische Biere sind sowieso die besten auf der Welt. Wenn man aus Amerika kommt, ist jedes Bier besser, aber die Belgier sind echte Meister. Aber im Ernst: Auch wir machen zwischendurch mal Pause, wir wollen ja noch was davon haben“.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Gigs in US und Europa?

Beide: „Ja, in Europa ist das Bier besser und alles liegt so nah zusammen. Nach S´Jock waren wir kurz in Holland um holländische Waren zu kaufen (lacht). Das war nah an Tilburg, wo mein Vater herkommt. Er hat das nichtr mehr gesehen, seit er 10 Jahre alt war“.

Was ist das Beste an Europa?

„Das Haschisch“.

Ihr seid aus dem Süden, wie hat sich Katrina in eurem Bekanntenkreis ausgewirkt?

„Zum Glück sind alle mit dem Leben davon gekommen. Einige haben ihre Häuser und alles verloren, aber sie haben überlebt“.

Wurde alles für die Betroffenen getan?

„Niemand hat damit grechnet, das es so schlimm kommt. Wir sind ein verdammt stures Volk. Man hätte wohl viel vorhersehen können, aber es packt halt keiner seine sieben Sachen nur wegen eines verf..kten Windes. Es hat Tage gedauert bis überhaupt jemand geglaubt hat, das es passiert ist. Vielleicht hat es ja auch was Gutes. Wir Amerikaner haben uns so lange als A...löcher aufgeführt und jetzt müssen wir Hilfe annehmen, von anderen, das kann unserem Land nur gut tun“.

Ein schönes Schlußwort. Danke.

„Bitte.“



Aktuelles Album:

Get Some (SPV)
© 01. Oktober 2005  WESTZEIT ||| Text: André Helfers
Oktober 2005

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