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BERSERKER - Von Wiedergeburt und der Liebe zur Musik

Aufmüpfigkeit ist eine Zier und die zelebrieren Berserker aus Berlin bis zur Meisterklasse: Texte, die die Zensur auf den Plan rufen und ein Sound, bei dem man nichts weiter kann, als die Ohren anzulegen und sich der brausenden Stürme, die da kommen hinzugeben: Berserker sind nix für zarte Gemüter, aber die können schließlich auch Unheilig hören. Let’s go!

Euch gibt es seit 12 Jahren und zuerst wart Ihr mehr in der Deutschrock-Ecke zu finden, wie kam es zu dieser Entwicklung in Richtung Metal?

“Eine Entwicklung ist ja immer gut. Warum nun in den Metal? Keine Ahnung. Vielleicht weil wir alle eher mit Metal Mucke aufgewachsen sind. Wichtig ist mir, dass wir uns selbst treu bleiben und Musik machen, die uns gefällt. Nicht weil es gerade angesagt ist oder die Leute da am meisten Kohle haben. Ich denke auch, dass wir durch die Wechsel an den Drums und Gitarre jetzt andere spielerische Möglichkeiten haben als vorher. Der Stil war immer derselbe, nur jetzt klappt es auch mit dem Umsetzen der Ideen. Deshalb ja auch der Name „Reinkarnation“ beim neuen Album. Neue Songs, neue Power, neue Brüder!”

Welche anderen Bands waren maßgeblich richtungsweisend für Euch?

“Da gibt es so viele: Guns ´n Roses, Metallica, Mike Ness, Elvis, Onkelz, Motörhead, Tote Hosen... Die Liste ist beliebig fortsetzbar. Jede Band, jeder Künstler, hat zu seiner Zeit etwas geprägt in uns. Wichtig war uns in Deutsch zu singen. Deutsch ist eine schwere Sprache in der Musik. Bist Du zu weich, landest Du bei Schlagern, bist Du zu hart, musst Du aufpassen mit der verkackten Nazischeiße. Es ist eine Kunst, sich mit deutschen Texten zu ´erklären´. Deutschsprachige Bands, die Englisch singen, sind meiner Meinung nach feige. Ich denke, wir haben uns klar positioniert und mittlerweile unseren Stil gefunden, mit dem man uns erkennt. Ob an den Riffs, den Drums oder dem Gesang.”

Ihr hattet wegen Eurer Texte vor ein paar Jahren schon ein Date mit dem LKA Berlin, was ist dabei rumgekommen? Ist es Euch jemals in den Sinn gekommen, zahmer zu werden?

“Ist ´ne lange Geschichte. Wir sollten bei der Eröffnung der Saison 2008 von Hertha BSC spielen. Das wurde kurz vorher vom LKA Berlin als „gefährlich“ eingestuft, da wir mit dem Song „Das Schwein“, angeblich zum Mord und zur Hetzjagd aufrufen. Schwachsinn! Wir rufen niemanden auf zu irgendwas. Es ist unsere Meinung zum Thema „Kindesmissbrauch“ und dass wir solche „Schweine“ (Täter) brennen/leiden sehen wollten/wollen. Mehr nicht! Bis heute hängt uns das Thema nach. Wir haben damals eine Auflage bekommen, die besagte, dass von unserer Setliste alle Songs die das Wort, „Hass, Gewalt, Schlagen, Spucken, Direkt, Fresse und etliche andere Wörter, entfernt werden sollten. Wenn alle diese Songs nicht gespielt werden, in denen solche Wörter vorkommen, dürften wir spielen. Im Grunde eine Drehung um 180 Grad, um vor einem Millionenpublikum (Stadion und Fernsehen) zu spielen. Wir haben drauf geschissen und den Auftritt dankend abgelehnt. Wir lassen uns nichts verbieten. Normalerweise wollten wir zusagen und dann die Songs trotzdem spielen. Aber es war auch eine Kinderveranstaltung und von daher haben wir auf den Krawall/Ausschreitungen bewusst verzichtet! Ob wir zahmer werden? Hört Euch den Song ´Ich möchte weinen´ auf der neuen CD ´Reinkarnation´ an. Das beantwortet alle Fragen…”

Wie siehts mit Euren Plänen für 2012 aus? Was steht an – tourtechnisch und generell?

“Ab März gehen unsere Gigs los. Quer durch Deutschland und die Schweiz. Ob Clubs oder Open Airs. Ganz wichtig: Am 07.04. findet unsere Release-Party in Berlin statt. Im Berliner Columbia Club mit Matt „Gonzo“ Röhr und unseren Freunden der Band Enorm. Schaut am besten mal auf unsere Infoseiten:

www.berserker-berlin.de

oder

www.facebook.com/berserkerberlin.staybrutal”

Das letzte Statement gehört dir!

“Wir sagen Danke für Euer Interesse an uns. Besucht uns auf einem unserer Gigs und erlebt unsere „Reinkarnation“ am eigenen Leib. Wir sind eine Live Band. Überzeugt Euch davon. Hauste rinn aus Berlin… Stay Brutal!”

Aktuelles Album:Reinkarnation (Sunny Bastards / Broken Silence)
© 01. März 2012  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
März 2012

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