interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt
KOSHEEN - auf Reisen

Einen der größten Überraschungserfolge des vorletzten Winters feierte unbestritten das Trio Kosheen aus Bristol mit ihrem Debut „Resist“ und den daraus stammenden Singles „Hungry“, „Catch“ und „Hide U“. Die bezaubernde Stimme von Sängerin Sian stand erhaben über dem dunklen Drum‘n‘Bass-Klangteppich und begeisterte Millionen. Nun steht mit „Kokopelli“ ein neues Album in den Startlöchern. Westzeit sprach hierüber mit Markee Substance, der neben Darren Decoder für die musikalische Grundlage der Band verantwortlich ist.
Die Tracks des neuen Albums beherbergen weitaus mehr Pop- und Rock-Elemente als noch das Debut, was sicherlich auf ausgedehnte Touren und zahlreiche Gigs zurückzuführen ist. „Zum Teil stimmt das sicherlich, aber wir haben auch auf unserer ersten Platte versucht, viele Gitarren und Live-Drums einzusetzen. Wir waren zwar stark in der Club-Szene verwurzelt, bewegen uns nun aber immer weiter in die Richtung, die den Kosheen-Sound ausmacht und ausmachen wird. Wir sind kein Dance-Act, sondern eine wirkliche Band. Sicherlich benutzen wir Elektronika, aber auch diese kann man mit Gitarren und Co. in einem Genre-unüblichen Sound verschmelzen.“ Wo kann diese stilistische Offenheit noch hinführen? „Wir wollen eigentlich immerzu neue Sachen ausprobieren und uns weiter bewegen, in welche Richtung auch immer. Hoffentlich lässt man uns das auch ausleben.“ Im Zuge solcher Entwicklungen ist auch der Songwriting-Prozess eher natürlich. „Wir haben schon immer mit Gitarre und Gesang die groben Arrangements geschrieben. Das passiert eher natürlich und instinktiv, wie eben auch unsere Live-Shows.“ Inwiefern hat das Bereisen der ganzen Welt die neuen Tracks beeinflusst? „Erst einmal war das eine große Erfahrung, viele Orte zu sehen und verschiedene Menschen zu treffen. Leider aber hatten wir nicht wirklich viel Zeit, uns mit den Kulturen näher auseinander zu setzen.“ Welche Verbindung besteht dann zu Kokopelli, einer indianischen Gottheit, die meist als Flötenspieler dargestellt wird und ein Symbol für Zufriedenheit, Kreativität und Glück darstellt? „Wir interessieren uns sehr für die amerikanische Kultur und Geschichte, auch unser Bandname ist aus dem Indianischen abgeleitet. Wir wollten es thematisch dahingehend weiterführen. Eigentlich war das Album schon fertig, als wir ihm einen Namen gaben. Aber will wollen ständig kreativ sein und arbeiten auch an solchen Prozessen. Somit ist dieses Symbol ein schöner Ausdruck dafür.“



Aktuelles Album: Kokopelli (Moksha/BMG)
Weitere Infos: www.kosheen.co.uk
© 01. August 2003  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
August 2003

Links

suche