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THE BONES - Und noch ein Burnout!

Für die Einen sind sie heiliger als The Meteors, für die anderen haben sie den gleichen Kultstatus wie Social Distortion - aus der abflauenden Punk´n´Roll-Welle und dem damit einhergehenden Hype skandinavischer Bands hervorgegangen, klingen sie auch nach 16 Jahren kontinuierlichem Road Dog-Daseins immer noch so laut und knackig wie am ersten Tag, Starallüren kennen sie nicht und wer es zu einer ihrer Shows schafft, kann sich auf eine gigantische Ladung daseinsverändernden Rock’ n‘Rolls gefasst machen… Die Rede ist von den Bones aus Schweden und ich habe die Ehre mit Frontmann und Rampensau Beef Bonanza zu sprechen, kein Name der Schöngeistiges vermuten lässt, aber wer will das auch schon immer?

Endlich ist Euer langersehntes neues Album da – Eurem Stil seid Ihr ja ganz und gar treu geblieben. Was ist Dein liebster Song auf der neuen Scheibe?

“Das ist direkt schon mal eine echt schwere Frage… Ich denke das liegt an der jeweiligen Stimmung, in der ich gerade bin: ´Shooting Blanks´, ´This hounddog rocks´ oder ´Die like a man´ – das ganze Album ist voller Stücke, die ich mag: Songs zum Cruisen, zum Trinken oder zum Relaxen, ansonsten hätten wir sie auch nicht aufgenommen. Wir sind glücklich mit der ganzen Platte.”

Wie würdet Ihr die Musikszene in Schweden beschreiben, was ist das Geheimnis, dass so viele gute Bands gerade aus Skandinavien kommen?

“Die Musikszene hier ist schon ziemlich lange so wie sie ist: Eine Menge guter Bands überall, aber nur sehr wenige gute Venues, um ehrlich zu sein. Hier oben ist es kalt und die meiste Zeit des Jahres dunkel, man kann Sport treiben oder Musik machen, um sich die Zeit zu vertreiben und da wir Sport hassen, haben wir uns für Musik entschieden.“

Manche Bands wechseln ihre Mitglieder ja wie die Unterhosen – Ihr nicht! Wie lange existiert Euer jetziges Line-up bereits?

“Seit 2002, mittlerweile 10 Jahre also, aber die Band gegründet haben wir 1996, wir hatten nur einen anderen Bassspieler, aber er hatte nicht so viel Zeit um auf Tour zu gehen, also stieg er schließlich aus. Andi kam gerade dazu, als wir mit den Toten Hosen auf Tour gehen sollten und seitdem ist er mit von der Partie.”

Es sind immerhin schon fünf Jahre vergangen, seid Ihr ‘Burnout Boulevard’ veröffentlicht habt. Was ist in der Zwischenzeit alles aufregendes passiert?

“Wir haben eine DVD rausgebracht – Berlin Burnout, wir sind ein bisschen getourt, nicht so viel wie sonst, aber immerhin haben wir Social Distortion und Motörhead supportet , das war gigantisch, außerdem haben wir das Songwriting für ´Monkeys With Guns´ übernommen und eine Menge Demos aufgenommen. Wir waren alles in allem ganz schön beschäftigt.”

Ihr hattet vor einigen Monaten eine komplett ausverkaufte Show in Essen, bei der nicht nur Psychos aus ihren Löchern gekrochen kamen, sondern auch Metalheads, Punks etc. Was hältst Du von dem deutschen Publikum, sieht’s daheim in Schweden genauso aus?

“Das deutsche Publikum ist einfach nur der totale Hammer, die Leute sind nirgendwo anders so bereit, abzugehen und völlig durchzudrehen, das ist unglaublich – die totalen Party Animals! Überhaupt nicht distanziert oder reserviert. Da steht niemand mit verschränkten Armen rum und hört einfach nur zu. In Schweden kann es Dir durchaus passieren, dass Du erst mal eine ganze Weile spielen musst, bevor der Erste auch nur einen zaghaften Versuch unternimmt zu tanzen. Blood, Sweat & Beers – das ist Deutschland für uns!”

Was sind Deiner Meinung die tollsten Zeilen, die je für einen Rocksong geschrieben wurden?

“Es gibt eine Million großartiger Zeilen, da kann ich doch nicht nur eine einzige nennen, aber um Danny & The Juniors zu zitieren: ´Rock´n´roll is here to stay – it will never die!!!´”

Was war die schlimmste Show, die Ihr je gespielt habt?

“Die muss ich vergessen haben, wenn es die Schlimmste war, ist sie es eh nicht wert, sich daran zu erinnern!”

Ihr geht jetzt erst mal auf ausgedehnte Festival-und Clubtour, ein Statement für Eure Fans?

“Vielen Dank für Eure überwältigende Begeisterung! Wir freuen uns riesig Euch bald alle wiederzusehen. Also kramt Eure Blue Suede Shoes raus und kommt vorbei.”

Aktuelles Album: Monkeys With Guns (PeopleLikeYou / EMI)
© 01. Juli 2012  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
Juli 2012

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