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THE BONES - “Sauft Euch Einen, vögelt und kriecht dann nach Hause!”

Für die Einen erhellen sie den Rock´n´Roll Himmel mehr als es die Meteors je vermochten, für die Anderen genießen sie denselben Kultstatus wie einst Social Distortion. Die Rede ist von den Bones aus Schweden, die seit nunmehr 20 Jahren mit ihrer explosiven Mischung aus Punkrock, Psychobilly und Rock´n´Roll die Venues kreuz und quer in Europa in Schutt und Asche legen. Selbst ich, die ich mir mittlerweile bestuhlte Konzerte wünsche, krieche für einen Bones Gig von meiner Couch und lass Netflix, Netflix sein. Wohl jeder Band, die eine Rampensau ihr eigen nennen kann, ich hatte das Vergnügen mit Frontmann Beef Bonanza zu sprechen.

Euer neues Album ´Flash The Leather´ ist gerade erschienen - hast Du schon einen Lieblingssong?

“Das ist gerade schwer zu sagen, wir sind natürlich mit der ganzen Scheibe glücklich. Lass uns alle Songs mal vor Publikum spielen und sehen was sich rauskristallsiert.”

Was hat Euch dazu inspiriert, einen deutschen Song aufzunehmen?

“Wir hatten schon immer ein großartiges Publikum in Deutschland und ´Die wilden Jahre´ ist unser Geschenk an unsere tollen Fans dort. Wie Du weißt, sind wir aus Schweden, d.h. auf Deutsch zu singen ist nicht gerade natürlich für uns, also haben wir ein paar alte deutsche Freunde eingeladen mitzumachen und Sammy Amara von den Broilers und Sammy Heiniger von Three Minute Record waren so nett uns beizustehen.”

Euch gibt es nun seit fast 20 Jahren. Hab es in dieser Zeit jemals den Moment, in dem Euch einfach danach war alles hinzuschmeißen oder waren die letzten beiden Jahrzehnte pure Glückseligkeit?

“Nichts ist jemals pure Glückseligkeit, ganz egal was Du machst im Leben. Klar ist manchmal schwierig, das Touren oder sogar die Proben irgendwie mit Allen hinzubekommen, aber solange wir es so sehr genießen, auf die Bühne zu gehen, uns den Arsch abzuschwitzen und eine Kickass Show hinzulegen, werden wir weitermachen.”

Wie würdet Ihr die Musikszene in Schweden bezeichnen, was ist das Geheimnis, dass so viele gute Bands aus Schweden kommen?

“Das stimmt, es kommen eine Menge guter Bands von hier, aber in Schweden zu touren ist extrem schwierig. Ich meine, bei uns leben nur 9 Millionen Menschen, im Vergleich zu 80 Millionen in Deutschland. Und Euer Bier schmeckt um einiges besser. Wenn es ein Geheimnis gibt, weiß ich es nicht, außer, dass es im Winter hier wirklich scheißekalt wird und man ja irgendwas tun muss, um sich warm zu halten, wenn man nicht gerade Sport treiben will.”

Manche Bands wechseln Ihr Line Up wie ihre Unterhosen. Ihr nicht, gibt es Euch schon seit jeher in dieser Konstellation?

“Wir kennen uns schon seit einer Million Jahren. So fühlt es sich für uns jedenfalls an. Andi kam in 2002 zu uns und für manche ist er immer noch der Neue. Spooky und ich (Beef) sind außerdem miteinander verwandt. Boner kennen wir aus der hiesigen Musikszene, er und Andi wuchsen in der derselben Hooligan Gegend auf.”

Wie kam Euch die Idee, eine Band zu gründen?

“Wir hatten alle unterschiedliche Bands bevor wir mit den Bones anfingen, aber die Mitglieder der vorherigen Bands waren alle ein bisschen faul, während wir einfach mehr wollten. Sppoky und ich hatten schon mit den Bones angefangen und während eines ziemlich wilden Saufgelages fragten wir Boner, ob er mitmachen wollte. Er stimmte zu, also krochen wir am nächsten Tag verkatert bis auf die Knochen zu unserem Proberaum und begonnen Songs aufzunehmen. Das war die offizielle Geburtstunde der Bones.”

Die gute Rock'n'Roll Fee gewährt Euch die perfekte Show : Ihr könnt mit Eurem Alltime Hero in der Location Eurer Träume auftreten. Wie würde das aussehen?

“Hahaha… es wäre cool mit Elvis oder den Ramones aufzutreten, in deren frühen Tagen. Da wäre es auch total egal in welchen Venue, weil wir würden es sowieso auseinander nehmen. Vorher, währenddessen und nachher.”

Ich habe gesehen, dass Ihr Ende September auf Tour geht, um Euer neues Album zu promoten. Was ist Euch lieber, Riesenfestival mit Tausenden von Leuten oder einzelne Shows in kleineren Venues, wo Ihr Euren Fans näher seid?

“Stimmt, wir starten unsere Tour am 24. September und haben unseren letzten Gig in Hamburg am 5. Oktober in Hamburg. Klar, machen große Festivals Spaß, aber in einem kleinerem Clubs zu spielen, wo Du Deinen Fans in die Augen sehen und beobachten kannst, wie die Hölle losbricht, ist einfach nur unvergleichlich. Das ist es auch wert, stundenlang im Bus zu hocken, um zur nächsten Show zu fahren. Wir versuchen immer, uns nach der Show mit ein paar Fans zu treffen und ein, zwei Bier mit ihnen zu trinken.”

Ein letztes Statement – auf Deutsch?

“Sauft Euch Einen, vögelt und kriecht dann nach Hause!!!”

Aktuelles Album: Flash The Leather (PeopleLikeYou)
© 01. Oktober 2015  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
Oktober 2015

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