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SOULFLY - Glaubhafter Kraftakt

Der Soulfly-Kosmos ist mit „Prophecy“ um ein ziemlich hartes Stück Musik reicher geworden. Wieder einmal bestimmten im Vorfeld besetzungstechnische Querelen den Gesprächsstoff über die Tätigkeiten des Max Cavalera, dass dabei dann aber doch ein so homogenes Album bei rauskam, ist wohl eher überraschend.

So wirkt auch Max beim Pressetermin recht ruhig und froh, dass sein Werk verständlich ist. „Sicherlich ist „Prophecy“ das härteste Album der Band bisher geworden. Erklären kann ich das nicht wirklich, all die Aggressionen und Energien sind halt ausnahmslos in den Aufnahmeprozess geflossen. Aber auch die vielen kleinen Zwischenstücke, die alle Songs verbinden, sind sehr kraftvoll ausgefallen, um das Album auf gesamter Länge interessant zu gestalten.“ So wurden im dynamischen Sinne Extreme gesucht und auch auf Anhieb gefunden, die nicht zuletzt den Hörer fesseln. „Vieles davon ist eher zufällig passiert, auch, wenn ich solche Ideen vorher schon im Kopf hatte. „I believe“ etwa ist das Resultat aus zwei verschiedenen Sessions, daher haben wir auch im ersten Teil des Songs Bobby am Bass und im zweiten Teil Dave Ellefson. Sicher sind die Unterschiebe zwischen den Parts groß, aber im Endeffekt waren sie einfach sinnvoll und ergänzen sich gut.“ Welche Prophezeihung repräsentiert das Album in seiner Gesamtheit? „Soulfly ist keine christliche Band, aber ich habe einen spirituellen Glauben an Gott und die Natur, was auch eine Waffe sein kann. Das Album ist sehr ausgeglichen und vereint sowohl einen spirituellen Touch als auch brutale Thematiken wie die Hervorsagungen des Terrorismus. Es kann immer hell oder dunkel sein, positiv oder negativ. Und oftmals müssen diese Dinge immer zusammen auftreten und behandelt werden, so auch auf diesem Album.“ Das Bild des „Lion Of Judah“ auf dem Cover hat Max nicht ohne Grund ausgewählt. „Die Art, wie dieser Löwe den Betrachter ansieht, ist so intensiv, direkt und er verkörpert so viel Kraft.“ So ist auch die fast schon klassiche Hardcore-Hymne „Defeat U“ nicht fehl am Platz, sondern fügt sich gut in das Konzept des Albums ein. „Auch im biblischen Sinne passt ein eher kriegerischer Song wie dieser oder „Mars“ in diesen Kontext, weil es schon immer Weissagungen dieser Art gab.“ Eine Überraschung ist dagegen die Version von „In The Meantime“. „Helmet waren schon immer eine etwas andere Band und dieser Song war einer der Favoriten meines Adoptivsohnes Dana. Er ist eher als eine schöne Erinnerung zu sehen.“

Aktuelles Album: Prophecy (Roadrunner/Universal)
Weitere Infos: www.soulfly.com
© 01. April 2004  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
April 2004

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