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SCUMBUCKET - Von Sammlern für Liebhaber

„Ich höre mir die neue Scheibe unwahrscheinlich gerne an, nicht um zu sehen, was ich für ein toller Typ bin, sondern, weil mich diese Musik einfach total interessiert. Und genau das ist der Grund, warum ich Musik mit Scumbucket mache, das ist die Art von Musik, die ich schon immer gesucht habe.“ Sänger/Gitarrist Kurt ist nicht nur ein Arbeits-, sondern auch ein Leidenschaftstier. Gibt es sowas?
Eindeutig ja! Sieht man sich eine Show der Herren Ebelhäuser, Lucas und Fritsche an, so merkt man doch, das eine ganze Menge Passion dahintersteckt. Das Geheimnis des Erfolges? Kurt: „Für mich ist Erfolg, wenn man eine Platte macht und automatisch so begeistert davon ist, dass man befreit ist, etwas Gutes abgeliefert zu haben.“ Michael: „Erfolg ist, wenn ich ein volles Portemonnaie habe, ist doch klar. Quatsch, Anerkennung ist Erfolg.“ Somit ist es auch egal, wer sich dafür begeistert. Kurt: „Die Hauptsache ist doch, dass die Leute, die sich die Platte kaufen, zufrieden sind. Wichtig ist, das wir und unsere Arbeit verstanden wird.“ Wobei das sicherlich nicht gerade einfach ist... „Unsere Songs und Melodien klingen und wirken vertraut. Wir sind keine komplexe Band in Sachen Taktart und Co., sondern in Sachen Harmonien. Und das ist wohl etwas schwieriger zu verstehen und auch nicht immer sofort klar.“ Im Gegensatz zum Vorgänger „Finistra“ gab es einige bewusste Veränderungen. Kurt: „Für „Finistra“ hatte ich vor unserem Zusammentreffen im Studio bereits alle Songs vorbereitet. Jetzt sind wir ins Studio gegangen, hatten keinen einzigen Song, wollten aber die Platte so schnell wie möglich im Kasten haben. In 7 Tagen haben wir komponiert und aufgenommen. Das ist der Unterschied, den man auch hört. Die Songs sind viel freier.“ Da könnte doch im Nachhinein schon der eine oder andere Zweifel auftreten, ob man sich nicht doch mehr Zeit hätte nehmen sollte. „Im Gegenteil. Im Studio haben wir genau so aufgenommen, wie auf der Bühne. Alle in einem Raum und alles live.“ Bei solcher heimlichen Genialität verwundert es auch kaum, das auch an jenem abend keine Setlist existiert. „Wir wissen einfach auf der Bühne, welcher Song welchem folgen muss. Jungs, wie nennt man das? Telekinese? Psychopharmaka? Heroin? Koks?...“ Lassen wir das und halten fest, das es nichts Schöneres gibt, als etwas Neues zu entdecken. Und davon existiert im Lager Scumbucket eine ganze Menge.

Aktuelles Album: Aficionados (Nois-O-Lution/Indigo)
© 01. Juni 2002  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
Juni 2002

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