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CATPOWER - 06.11. Volksbühne Berlin

 
Vergesst alles, was ihr bislang über die Performerin Chan Marshall zu wissen geglaubt habt. Auf ihrem einzigen Deutschland Konzert mit der Memphis Rhythm Band bewies die Independent-Ikone, dass ihr so etwas wie die Wiedergeburt zu Lebzeiten gelungen ist. In Berlin zeigte sich eine runderneuerte Chan Marshall in Bestform. „Mir geht es gut und ich trinke nicht mehr“, brachte sie es auf den Punkt. Vergessen waren die Unwägbarkeiten und die psychische Labilität der vergangenen Jahre. Chan präsentierte sich sortiert, gutgelaunt, lebhaft und als selbstsichere Performerin, die - anders als früher - nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Publikum spielte und mit diesem kommunizierte. Dazu tanzte und bewegte sie sich geradezu extrovertiert - auch wenn das aufgrund der zurückhaltenden Beleuchtung eher zu erahnen denn zu sehen war. Die Band - so imposant 12 Leute auf der Bühne auch sind - geriet angesichts dessen fast zur Staffage. Zu hören gab es fast das komplette „The Greatest Album“, wenige ältere Chan-Tracks, ein paar Instrumentals, einen Solo-Teil und jede Menge Cover-Versionen. Gehörte Chan Marshall früher zu jener Sorte Künstlern, um die man sich echte Sorgen machen musste, so scheint sie heutzutage frohgemut und unbeschwert in die Zukunft zu blicken.
© 01. Dezember 2006  WESTZEIT ||| Text: Photo + Text: Ullrich Maurer
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