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SENOR COCONUT - 06.11. Nijmegen, Doornroosje

 

Wer hat die Kokosnuss geklaut? Das war der Senor aus Chile mit dem deutschen Namen Uwe Schmidt, der seit bald zwanzig Jahren hinter vielen Pseudonymen versteckt Dance- und lateinamerikanisch infizierte Platten veröffentlicht. Im Doornroosje, an einem schlappen Novembermontagabend, erschütterte der Senor samt Orchester das alte Gebäude in seinen Grundmauern. Die neuköpfige Gruppe, korrekt in dunklen Anzügen, Hemd und Krawatte steckend, zelebrierten einen wahren Feuerzauber aus Mambo, Samba und anderen Latino-Bewegungsübungen. Senor Coconut himself bediente die electronics, nicht ohne einen rot leuchtenden Hinweis auf Atom™, eines seiner Pseudonyme, zu geben. Der das Zwerchfell und die Magengegend drangsalierende Elektrodrumkitexzess trieb das Klangewitter auf höchstes Niveau. Was den Erfolg hatte, dass die drei Bläserkollegen ihren hervorragend aufgelegten Sänger Agenis Brito fast verstummen ließen. Vom aktuellen Album „Yellow Fever!“ – die Musik des Yellow Magic Orchestra feat. Ryuichi Sakamoto – sowie klassische Rock- und Popsongs in lateinamerikanischer Verpackung sorgten für ohrenbetäubenden Dancesound. „Riders On The Storm“ als superschnelle Latinonummer und „Smoke On The Water“, im mittleren Teil vom Posaunisten zersägt, sorgten für okanartige Wahnsinnsattacken auf die Hüften. Livemusik vom edelsten, keine Frage, und ein Geschmacksverstärker für eingefahrene Musikkonsumenten.
© 01. Dezember 2006  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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