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MR SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN - Pandora Film

 
Bisher ist Regisseur Wayne Wang überwiegend mit Filmen bekannt geworden, die liebevoll und intelligent aus der amerikanischen Nachbarschaft erzählten (z.B. „Smoke“, „Blue in the face“). Nun jedoch besinnt er sich mal wieder seiner asiatischen Wurzeln und verfilmt eine Geschichte über den Zusammenprall von westlicher und fernöstlicher Kultur, diesmal aus rein asiatischer Sicht heraus. Das Drehbuch stammt von Yiyun Li, der seine Kurzgeschichte „A Thousend Years of Good Prayers“ für den Film geschickt umgearbeitet hat.
Herr Shi besucht nach langen Jahren das erste Mal seine Tochter Yilan, die schon vor etlicher Zeit mit ihrem Mann nach Amerika ausgewandert ist. Nach der Trennung der Ehe möchte ihr der Vater beistehen. Rührend tapsig reist der ehemalige Raketeningenieur ins kapitalistische Feindesland und treibt seine Tochter mit einer Mischung aus chinesischem Traditionalismus und weltoffener Wissbegier (er ist den ganzen Tag mit seinem Notizblock unterwegs, um neue Vokabeln zu notieren) an den Rand des Wahnsinns. Das Verhältnis zwischen Herrn Shi und Yilan ist jedoch nicht nur aufgrund der kulturellen Differenzen belastet. Der Raketenvater fühlt sich auch schuldig, weil er glaubt, sich früher nicht genügend um seine Tochter gekümmert zu haben. „Ich schlechter Vater“, behauptet er von sich, als er sich mit einer emigrierten Iranerin im Park über Kinder unterhält.
Sehr unaufgeregt und beschaulich passt sich die Filmhandlung an das Tempo des liebenswerten Herrn Shi an und Darsteller Henry O und Regisseur Wang sorgen dafür, dass die Handlung trotzdem fesselnd und zutiefst bewegend bleiben.
USA 2007, Regie: Wayne Wang
Darsteller: Henry O, Faye Yu, Vide Ghahremani, u.a.
Kinostart: 10.04.2008
© 01. April 2008  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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