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TEQUILA AND THE SUNRISE GANG - Mit Salz & Zitrone, bitte!

Der Ruf als konstant an sich und ihre Musik (kongenialer Mix aus Punk, Rock, Reggae, Soul & Beat) arbeitende Skaisten eilt Tequila & The Sunrise Gang voraus. Die sieben Offbeat-Genossen sind erheblich origineller als ihr Name klingt. Wie der Cocktail, der sein vielschichtiges Aussehen einer charakteristischen Farbabstufung von oben Gelb über Orange bis Orangerot unten verdankt, sind T.A.T.S.G. facettenreich und vielseitig. Sie sind so etwas wie die heimische Reinkarnation von Sublime – Seelenverwandte, geistige Brüder im musikalischen Sinn, das Pressestimmen wie „T.A.T.S.G. Gang mit Salz undZitrone, bitte!“ oder „....packen die Tanzschuhe ein und geben Gas!“ akzentuiert hervorheben.

Wie kam es zu dieser ´originellen´ Namensgebung und würdet Ihr heute auch noch so taufen?

„Es gibt gar keine originelle Geschichte dazu. Als wir uns gründeten, kam Malte mit diesem Namen um die Ecke und alle fanden ihn gut. Wir waren und sind alle der Meinung, dass er gut zu uns, unserer Herkunft und unserer Musik passt. Für den grafischen Aspekt vielleicht ein bisschen lang aber dennoch denke ich, dass wir uns heute wieder so nennen würden.“

Euer aktuelles Album titelt ´Fire Island´. Welche Bedeutung hat dieser Albumtitel für Euch?

„Der Titel bedeutet für uns vieles gleichzeitig. Es ist unsere derzeitige Heimat und gleichzeitig unser Reiseziel für die nächsten Ausflüge. Er ist das Feuer, das wir versuchen zu entfachen und gleichzeitig unser sicherer Heimathafen. Pol & Gegenpol. Feuer & Wasser ...“

In wie weit korrelieren die Texte mit dem Albumtitel?

„Unterschiedlich. In ´Campfire Light´ beispielsweise beschäftigen wir uns mit dem Thema Meeresschutz und möchten den Song nutzen, um auf die katastrophalen Ausmaße der Meeresverschmutzung aufmerksam zu machen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Andere Songs beschäftigen sich dafür eher mit alltäglichen Situationen oder Problemen wie z.B. der Liebe zur Musik oder zwischenmenschlichen Beziehungen.“

Wie wichtig sind Euch Statements, verfolgt ihr Ziele damit und versucht Ihr auch diese Ziele zu erreichen?

„Wie bereits erwähnt ist, uns der Umweltschutz gerade im Bereich der Meere ein wichtiges Thema. Wer am Strand ausgewachsen ist und dort auch einen großen Teil seiner Jugend verbracht hat, dem blutet einfach das Herz, wenn er sich einmal mit den aktuellen Zuständen unserer Meere beschäftigt. Wir würden gerne unseren kleinen Teil dazu beitragen und weisen eben genau auf diese Missstände hin.“

Seitihr mit allen Alben zufrieden?

„Ja, das sind wir schon, wobei ich persönlich die Meinung vertrete, dass ein Künstler nie allzu zufrieden mit seinem Werk sein sollte. Ich denke so eine Einstellung hält den eigenen Anspruch hoch und treibt dazu an sich stetig weiter zu entwickeln. Ein bisschen kritisch ist man also immer.“

Welche Bands bzw. welche Künstler haben einen wesentlichen Einfluss auf Eure Musik gehabt bzw. genommen?

„Also ganz vorne stehen eindeutig Sublime. Durch sie sind wir damals überhaupt mit dieser Art von Musik in Verbindung gekommen. Dazu kam dann ein großer Einfluss durch das Manu Chao Live Album. Das hat uns einfach komplett überrollt und sehr stark inspiriert.“

Ihr habt im Laufe Eurer Schaffenszeit sicherlich so einiges erlebt. Was war Euer Highlight und was das größte Debakel?

„Oh, das ist schwer. Highlights gab es schon so einige. Debakel leider auch. Hier eine kleine Liste ohne Wertung. Highlights: - Offizieller Supporter für die Less than Jake D-Tour, - Anheizer beim Public-Viewing in Hamburg vor knapp 55.000 Menschen, -die Halbzeitshow beim ´Tag der Legenden´ im Millerntor-Stadion auf St.Pauli. Debakel: - 400 km zu einem Auftritt gefahren und 70% des Schlagzeugs vergessen, bei 90km/h auf der Autobahn einen Reifen vom Anhänger verloren, Ausfall von Bass, Gitarre und Trompete zum gleichen Zeitpunkt, vor mehr als 1200 Zuschauern ...“

Aktuelles Album: Fire Island (Uncle M / Cargo)
© 01. Mai 2016  WESTZEIT ||| Text: Georg Lommen ||| Foto: Erik Schlicksbier
Mai 2016

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