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RED FANG - Keep it simple

Obwohl Red Fang erst seit 2009 die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen gebührt, hat die Band in den vergangenen 3 Jahren bereits extrem viel erreicht. Wahrscheinlich sogar mehr, als die meisten anderen Bands jemals in ihrer Karriere erreichen werden. Mit ´Whales And Leeches´ steht nun das dritte Album der Stoner-Rock Band kurz vor der Veröffentlichung und Red Fang waren bereit einige Details zum Bandleben und zur neuen Platte zu verraten.

Was fällt bei einem neuen Album sofort ins Auge? Richtig, Cover und Albumtitel. Was hat es also mit dem Titel ´Whales And Leeches´ auf sich?

“Der Albumtitel ist nach einem Song auf unserem ersten Album benannt. Wir dachten uns, er repräsentiert gut das neue Album, weil es so mächtig und unheimlich klingt!”

Das dritte Werk einer Band gilt ja oft auch als Wendepunkt in einer Musiker-Karriere. Entweder geht es erfolgreich weiter oder aber das Album floppt. Auch Red Fang konnten sich von diesem Druck nicht ganz freimachen, hatten aber Ideen und Wege um damit umzugehen.

“Natürlich hat man im Hinterkopf immer den Gedanken, ob den Leuten gefallen wird beziehungsweise ihren Ansprüchen an uns gerecht wird. Aber ich habe diesen Gedanken nie in den Vordergrund gestellt. Wir haben damals angefangen Musik zu machen die wir mögen, weil wir lieben, was wir machen. Und diese Philosophie haben wir uns auch bei diesem Album bewahrt.”

Zusätzlichen Druck gab es diesmal auch noch durch eine Deadline, aber auch hiervon haben sich die Amerikaner nicht aus der Ruhe bringen lassen. Im Gegenteil:

“Es war das erste Album, das an einem bestimmten Zeitpunkt fertig werden musste. Natürlich war es etwas stressig, aber es hat eben auch geholfen, uns so richtig zu motivieren! Viele der Songs sind aus Riffs entstanden, die wir schon lange im Kopf hatten. Andere Songs wiederum haben wir erst eine Woche vor den Studio-aufnahmen fertig gestellt. Ich bin jetzt sehr glücklich mit dem Ergebnis.”

Persönlich gefällt der Band vor allem die Vielseitigkeit der Stile, die auf ´Whale And Leeches´ zu hören ist.

“Ich mag die verschiedenen Stile auf diesem Album sehr! Es gibt einige schnelle, punkige Melodien, aber auch langsame, traurige Songs. Ich denke die Vielfältigkeit ist wichtig um die Sache frisch und interessant zu gestalten. Ich hoffe, die Hörer sehen das genauso!”

Die Einflüsse von Red Fang sind unüberhörbar. Hardrock, Metal und Punk mixt die Band zu ihrer ganz eigenen Interpretation von Stoner-Rock - und das mehr als gekonnt. Nicht umsonst hat die Band bereits eine Vielzahl an Touren hinter sich und teilte sich bereits die Bühne mit Größen wie Crowbar, Megadeth oder Disturbed. Den eigenen Erfolg können sich die Herren dann aber auch nicht so wirklich erklären.

“Ich kann es mir nicht wirklich erklären. Ich spiele seit fast 20 Jahren in aktiv tourenden Bands. Alleine der Fakt, das jemandem unsere Musik Freude macht, ist fantastisch für mich. Als wir mit Red Fang starteten, war es eines unserer Ziele, Songs nachzuahmen, die uns selbst inspiriert haben, Musiker zu werden. Ich denke, das war ziemlich wichtig für unseren ´Erfolg´. Und: bleib auf dem Boden und mache Songs nicht zu kompliziert!”

Wer so viel wie Red Fang unterwegs ist, dem bleibt oftmals nicht viel Zeit für Freunde und Familie. Doch die Band achtet darauf nicht zu lang am Stück der Heimat fernzubleiben.

"In diesem Jahr werden wir sechs Monate zuhause verbracht haben. Das ist eigentlich typisch für uns. Wir touren nicht annähernd so viel wie andere Bands. Wir haben Frauen, Freundinnen und Kinder, mit denen wir so viel Zeit wie möglich verbringen wollen. Deshalb ist es wichtig für uns nur ca. die Hälfte des Jahres zu touren. Am Besten gefällt mir zuhause, das ich nicht im Van leben muss. Außerdem ist es schön, sich selbst das Abendessen aussuchen zu können.”

In der Zukunft werden Red Fang aber weiterhin erstmal einige Touren spielen:

“Wir möchten das neue Album den Fans so oft es geht live vorstellen. Wir haben zwei Touren in den USA und zwei in Europa im Herbst und um nächsten Frühjahr geplant. Außerdem würde ich gerne nochmal nach Australien. Vielleicht kann ich dort etwas Pinball spielen - das wäre grandios!”

Aktuelles Album: Whales And Leeches (Relapse / Rough Trade)
© 01. Oktober 2013  WESTZEIT ||| Text: Jannik Holdt ||| Foto: Tim Tronckoe
Oktober 2013

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