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NATIONS AFIRE - The Ghosts of Ourselves

Eine neue Band, bestehend aus Mitgliedern der musikalischen Elite in Sachen Melodic-Hardcore, veröffentlicht ihr Debütalbum. Das Quartett aus Südkalifornien besticht mit der Eingängigkeit melodischer Alternative-Rock Hymnen und der Durchschlagskraft von Hardcore-Songs. Auch das Label Redfield Records blieb davon nicht unbeeindruckt und nahm die Band unter Vertrag.

Obwohl Nations Afire ein völlige neue Band sind, könnte man sie doch als "alte Hasen" im Rock'n'Roll-Zirkus bezeichnen. So waren oder sind alle Bandmitglieder aktiv bei anderen Bands, die da unter anderem wären: Rise Against, Ignite, Death By Stereo. Da kann also musikalisch eigentlich gar nicht mehr viel schiefgehen, denn alle Qualitäten dieser Bands besitzt auch Nations Afire. Zum Debütalbum "The Ghosts We Will Become" hat uns Sänger und Gitarrist Nik Hill einige Fragen beantwortet. Zum Beispiel was es mit dem Albumtitel auf sich hat.

“Der Titel von unserem Album ist eine Zeile aus dem gleichnamigen Titeltrack. Darin geht es um die innere Leere, die jeder fühlt der ein unerfülltes Leben führt. Jeden Tag wird den Leuten vom Fernsehen eine große Lüge erzählt. Dort wird der Luxus gezeigt, den die Realität nur für wirklich wenige, privilegierte Menschen bereit hält. Wir sind das alles einfach nur satt!”

Ziemlich genau ein Jahr lang, haben Nations Afire an den Songs für das Album geschrieben und gefeilt. Danach ging es für die Aufnahmen nach Colorado, in die berühmten Blasting Room Studios, in denen auch unter anderem schon NOFX und Propagandhi aufgenommen haben. Hill meint zu den Aufnahmen:

“Das war die beeindruckendste Erfahrung, die ich jemals bei Aufnahmen gemacht habe. Die Jungs haben einen super Job gemacht, dabei aber auch nicht lange gefackelt und unser Wunschalbum aufgenommen. Sie haben einfach richtig Ahnung und konnten so das Maximum herausholen.”

Dabei kommt es laut dem Sänger aber nicht nur auf die Musik und die Produktion eines Albums an.

“Die Texte sind das Herz eines jeden Songs! Egal ob diese politisch oder persönlich sind, aber der Hörer muss sich mit ihnen identifizieren können. Dass ist das wichtigste!”

Persönlich kennen sich die Bandmitglieder auch alle schon seit Jahren. Nach diversen gemeinsamen Touren fanden alle die Zeit sei reif für eine gemeinsame Band.

“Wir wollten einfach gemeinsam etwas starten, die Musik machen, die wir alle lieben und dann sehen was dabei rauskommt.”

Eine spezielle Botschaft möchten Nations Afire ihren Hörern aber nicht mitgeben.

“Das Album verfolgt kein Konzept. Ich finde es auch immer schwer jetzt ein spezielles Thema festzulegen, das allen Songs zu Grunde liegen würde. Ich persönlich glaube an Wahrheit und Hoffnung. Wir alle Leben doch immer für den nächsten Tag - bis wir sterben. Ich habe schon einiges erlebt, schwere und gute Zeiten trotzdem sollte man das Leben genießen. Deshalb ist auch unsere Musik eine Mischung aus Aggression und Freude.”

Musikalisch will sich Hill nicht so ganz auf eines der Genres Hardcore-Punk oder Rock festlegen:

“Ich würde sagen, im Herzen sind wir eine Hardcore-Band, aber musikalisch ist das, was wir machen wohl eher Rock. Wir spielen wohl Rockmusik, kombiniert mit der Intensität von Hardcore.” 

Im August werden die Kalifornier durch Europa touren. Sänger Hill freut sich auf jeden Fall schon mal riesig.

“Wir sind so glücklich diese Tour machen zu können! Die anderen und ich werden definitiv jeden Abend unser bestes geben. Ich hoffe, die Leute mögen unseren Sound und unsere Songs!”

Aktuelles Album: The Ghosts We Will Become (Redfield Records / Alive)
© 01. September 2012  WESTZEIT ||| Text: Jannik Holdt
September 2012

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