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TUYAS HOCHZEIT - Arsenal

 
So, den goldenen Bären der Berlinale hat dieser Film von Wang Quan´an also bekommen. Manchmal wird man ja doch von Juryentscheidungen überrascht. Ich hätte diesem Film eher die Ehrenmedaille des chinesischen Propagandaministeriums zugetraut (und das ist nicht mal übermäßig kritisch gemeint). Behandelt wird in „Tuyas Hochzeit“ das harte Leben einer Nomadenfamilie in der Inneren Mongolei. Mutter Tuya kümmert sich nach einem Unfall ihres Mannes Bater, bei dem dieser gelähmt wurde um die Schafherde, die Bestellung der kargen Felder und überhaupt die Versorgung der Familie. Als ihr dies körperlich über den Kopf wächst, drängt Bater sie dazu, sich von ihm zu trennen und einen neuen Mann als Versorger der Familie zu suchen. An Bewerbern herrscht aufgrund des Männerüberschusses in China kein Mangel, jedoch hat Tuya es sich in den Kopf gesetzt, dass ihr zukünftiger Mann Bater mitzuversorgen hat, was den Heiratsanwärtern verständlicherweise nicht unbedingt behagt. Etliche Bewerbungen werden von ihr abgeschmettert und auch der Versuch mit einem ehemaligen Freund aus der Kindheit zusammen zu kommen erweist sich bald als Fehlschlag. Überhaupt geht in diesem Film grundsätzlich alles schief, was nur schief gehen kann und vom ansonsten in solch exotischen Filmen idealisierten Leben „im Einklang mit der Natur“ bleibt hier nur ein dissonanter Dreiklang der sich im monotonen Blöken der Schafe verliert. Sehr fremd, sehr schön gefilmt, aber eben sehr trostlos.
China 2006, Regie: Wang Quan´an
Darsteller: Yu nan, Bater Bolier, u.a.
Kinostart: 23.08.2007
© 01. August 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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