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HALF MOON - Pandora Film

 
Es ist offensichtlich weder ein Vollererfolgsmond, noch ein Neubeginnmond, unter dem die Reise des berühmten alten kurdischen Musikers Mamo steht. Nach dem Sturz Saddam Husseins ist das Auftrittsverbot für kurdische Musiker aufgehoben und Mamo hat nach langen Jahren endlich eine Einreisegenehmigung erhalten und möchte ein großes Konzert geben. Zusammen mit seinen zehn Söhnen, dem kauzigen Hahnenkampforganisator und Busfahrer Kako und der begnadeten Sängerin Hesho macht er sich vom Iran aus auf den Weg in die kurdischen Gebiete des Irak. Allerdings bereitet schon das Einsammeln der buntgewürfelten Truppe Probleme: Hesho lebt in der Verbannung in einem abgelegenen Bergdorf und darf dieses nicht verlassen (ein filmisches Sinnbild für das iranische Verbot, nach dem Frauen kaum öffentlich und schon gar nicht vor Männern singen dürfen) und auch einige der Söhne sind nur durch Waffengewalt zu der gefährlichen Fahrt in die Krisenregion zu bewegen. Und tatsächlich wird die Tourgesellschaft schon bald von allen nur möglichen Schicksalsschlägen heimgesucht: Die Zollbeamten zerstören die Musikinstrumente, nach Hesho wird unter Hochdruck gefahndet, die geplanten Routen sind durch Kriegseinwirkung unpassierbar und früher große Städte haben sich durch Vertreibungen in kleine Dörfchen verwandelt.
Der kurdisch-iranische Regisseur Ghobadi (u.a. „Zeit der trunkenen Pferde“) entwirft ein gleichermaßen liebevolles und doch auch düsteres Bild des zerteilten Kurdistan. Ein Film für Liebhaber karger Landschaften und traumhaft absurder Geschichten.
Iran/AU/FR 2006, Regie: Bahman Ghobadi
Darsteller: Ismail Ghaffari, Allah Morad Rashtiani, Farzin Sabooni, u.a.
Kinostart: 09.08.2007
© 01. August 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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