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VIC DU MONTE´S PERSONA NON GRATA - Unerwünscht

Umtriebig ist wohl noch die passendste Vokabel, mit der man Chris Cockrell, aka Vic du Monte, belegen kann. Der Mitbegründer der Stoner-Legende Kyuss hat innerhalb von sechs Monaten den Namen seiner neuen Band von Vic du Monte´s Idiot Prayer in Vic du Monte´s Persona Non Grata geändert und ganz nebenbei zwei Alben veröffentlicht: "Prey For The City” und "Vic du Monte´s Persona non Grata". Als Desert- oder Bandito Street Rock wird die Musik des kalifornischen Songwriters bezeichnet. Indiz dafür, dass den Kritikern die Schublade fehlt. "Prey For The City" war eine Klasse für sich und mit Persona non Grata vollzieht sich bei Cockrell eine weitere Reise durch Punkrock, SouthernGoth, Garage und Country, der man einfach keinen Namen geben muss. Für die US- und Europa-Tour heuerte er Alfredo Hernandez (Kyuss, Queens Of The Stone Age) am Schlagzeug und Sargon Dooman an der Leadgitarre an und gab der Band den letzten Schliff.

Was unterscheidet Persona non Grata von Idiot Prayer?

"Eigentlich nur das Line-Up, Alfredo und Sargon, die uns auf der letzten Tour begleitet haben sind voll eingestiegen, deshalb war es Zeit, dem auch im Namen der Band Rechnung zu tragen".

Der Begriff Kyuss entsprang dem Regelwerk des Fantasy-Rollenspiels Dungeons&Dragons, man sagt dir einen gewissen Hang zum Rollentausch nach. Sind da Einflüsse?

"Ich weiß nicht, da wird viel zu viel heruminterpretiert. Ich denke, daß meine Lebensumstände einen viel größeren Einfluss haben. In den letzten Monaten habe ich in der Garage gelebt, in der wir das Album aufgenommen haben - das war nicht immer angenehm. Also wollte ich das möglich schnell fertig machen um wieder auf Tour zu gehen".

Hat das Ergebnis darunter gelitten?

"Nein. Davon sollte man zwar ausgehen, aber gerade in den letzten Monaten wird alles plötzlich organisch, passt zusammen. Es ist, als ob viele Songs die ich im Kopf hatte durch die Band, wie sie heute steht, erst komplettiert werden. Das neue Line-Up arbeitet super zusammen. Wir waren einfach unheimlich schnell, weil wir auch wieder möglichst zügig auf die Bühne zurück wollten".

Was unterscheidet die neue Platte? Warum kam die so fix?

"Sie ist wesentlich mehr Rock´n´Roll und viel mehr ich selbst, als alles was ich vorher gemacht habe. Das Songmaterial war größtenteils schon vorhanden, die meisten Stücke hatten wir schon auf der Tour davor mit viel Spaß ausprobiert. Im Studio haben wir dann nur noch einige Details verändert und sind sehr schnell bei dem gelandet, was uns vorschwebte".

Du wirst natürlich oft auf Kyuss angesprochen, nervt das, oder hilft das?

"Das ist schon okay. Natürlich ist es schön, wenn Vic Du Monte etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt, als ein kompletter Newcomer, aber man erwartet dann immer etwas wie Kyuss. Damit hat meine Musik heute aber nichts mehr zu tun. Darum habe ich auch schnell den Namen geändert, um all dem irgendwie Ausdruck zu geben und vom Stoner-Rock-Image wegzukommen. Es ist nicht so, das ich mich von der Vergangenheit distanzieren will, es ist nur so, das ich niemanden enttäuschen möchte, der zu unseren Konzerten kommt und dann Stoner-Rock erwartet. Das klappt natürlich nicht immer".

Wohin geht’s in Zukunft?

"Wir arbeiten schon wieder an einigen neuen Songs und starten bald auf Tour. Im Februar sind wir zurück, dann wollen wir das neue Album aufnehmen. Das soll dann im Mai kommen, wenn wir das schaffen sollten, bin ich wirklich sehr stolz.“

Gibt es etwas, was du unseren Lesern mitteilen möchtest?

"Ja, kommt raus und guckt euch die Show an, es lohnt sich. Und wir machen keinen Stoner-Rock, oder so!"



Aktuelles Album:

Vic Du Monte´s Persona Non Grata (Cargo)
© 01. November 2005  WESTZEIT ||| Text: Andre Helfers
November 2005

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