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DAMAGEPLAN - Kraftwerk ohne Limit

Pantera ist tot - lang lebe Damageplan. Nach den vielen Querelen um das Ende einer der größten Metal-Bands der 90er und vieler unschöner Statements vorzugsweise aus dem Munde von Superjoint Ritual- und Ex-Pantera-Frontmann Phil Anselmo gaben Vinnie Paul und Dimebag Darrell nicht auf. Zwei neue Mitstreiter um sich geschart, haben sie sich auf ihre Stärken berufen und mit „New Found Power“ ein Album geschaffen, dass sich hinter ihrer Vergangenheit nicht verstecken muss.

„Phil hat keine Gelegenheit ausgelassen, in der Öffentlichkeit über Pantera herzuziehen, als er mit Down und SJR unterwegs war.“, berichtet Schlagzeuger Vinnie Paul. „Wir haben vergeblich versucht, ihn zu erreichen, aber haben nun seit knapp 2 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen.“ Irgendwann wurde es dem verbleibenden Teil von Pantera dann zu bunt, als auch von Bassist Rex kein Lebenszeichen mehr kam, also wurde weiter musiziert und etwas Neues gestartet. „Es gab absolut keine Limits, wir konnten alles ausprobieren, was wir wollten, und so entstanden Sachen, die ziemlich unterschiedlich sind. Nicht nur echt hartes Zeug, sondern auch Klamotten mit viel Melodie.“ Da fehlte nur noch ein Sänger, um dem Vorhaben mehr Form zu geben. „Wir haben ein paar Sänger ausprobiert, aber niemand war wirklich offen für alle verschiedenen Richtungen, in die wir gehen wollten.“ Dann trat Pat Lachman auf den Plan. Eigentlich nur bekannt als Gitarrist für Halford und Diesel Machine, hing er mit Dimebag ab, hörte die neuen Songs und bat darum, es auch einmal zu versuchen. „Wir nahmen das nicht allzu ernst, ließen ihn aber machen. Er schickte ein paar Tage später dann seine Aufnahmen und ich war direkt überwältigt. Dieser Kerl konnte all das erfüllen, wonach wir suchten.“ Nachdem dann noch der Mann mit dem Monstersound, Bob Zilla, auftauchte, war die Band komplett. Bleibt die Frage, was außer der Besetzung denn nun so viel anders ist im Gegensatz zu Pantera. „Damageplan ist sehr hungrig und gewillt, vielen Leuten Freude zu bereiten. Dime und ich haben damals schon alle Songs geschrieben, wer das mochte, wird auch von unserer neuen Band nicht enttäuscht werden. Das Bandgefühl ist wesentlich stärker als das von Pantera, und das werden wir auch beweisen.“ So ist das Debüt der Band keineswegs altbacken, sondern klingt modern und reich an Variationen. „Wir wollten nie unsere Wurzeln verlassen, es gibt noch genug Old-School-Stuff auf der Scheibe, aber Musik allgemein hat sich schon immer verändert. Eigentlich wollen wir nichts anderes, als nach vorne zu schauen und uns dahin bewegen. Also haben wir experimentiert, und es hat sich als richtig herausgestellt.“ Und siehe da, dem ist nichts hinzuzufügen.

Aktuelles Album: New Found Power (Elektra/eastwest) VÖ: 16.2.
Weitere Infos: www.damageplan.com
© 01. Februar 2004  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
Februar 2004

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