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Kuersche - Der Sprengstoffexperte

Das neue Album des Hannoveraners Kuersche heißt "Chinese Firecrackers". Was hat den Mann aus dem Fury & The Slaughterhouse Umfeld denn bewogen, dieses Werk so zu benennen? (Denn um ehrlich zu sein: Obwohl das natürlich ein bißchen von seinen vorzugsweise akustisch vorgetragenen Sachen abweicht: So richtig rocken tut dieses Album nicht.)
"Zunächst mal war da der Klang des Namens, der mir gut gefallen hat", gibt Kuersche zu, "daneben mußte ich aber an das Zitat von Sting denken, daß nämlich der Unterschied zwischen Jazz und Rock der sei, daß Rock bitteschön zu explodieren habe. Ich gebe zu, daß das Album keine Rock-Scheibe ist, aber darum ging es auch nicht. Für mich war diese Scheibe aber ein Neustart, und das soll dadurch verdeutlicht werden." Und da tut sich einiges: Firecrackers ist eine vollsatte Popscheibe mit allem Pipapo geworden – was Kuersche auch nicht abstreitet. "Wenn ich mir diese Scheibe anhöre, erzeugt dies bei mir ein wohlig-warmes Gefühl", stimmt er vielmehr zu, "wenn das bei den Zuhörern auch passiert, ist mein Ziel erreicht. Ich habe übrigens festgestellt, daß Leute, die Zugang zu meiner Musik haben, auch auf meiner Wellenlänge schwimmen." Na, dann sollte das Ziel ja auch zu erreichen sein. Kuersche macht da keine Kompromisse und covert sogar "Welcome To Tomorrow" von Snap – wofür er aber auch einsteht. "Ich bin kein Snap-Fan", erklärt er das, "aber dieses eine Stück finde ich gut. Wenn Modern Talking mal einen guten Song machen, dann covere ich den auch – bisher ist das aber noch nicht passiert." Ansonsten ist aber schon eher der gute Sting Kuersche´s Idol. Wenngleich er sich im Gegensatz zu diesem selbst nicht als typischen Geschichtenerzähler sieht. "Ich sage, was zu sagen ist", bringt er es auf den Punkt, "und wenn es dabei dann nicht viel zu sagen gibt – wie in "Big World" dann ist das auch okay. Das ist eben kurz und knackig gehalten ... Hauptsache das Gefühl kommt rüber." Und um das zu erreichen, fährt Kuersche auf dieser Scheibe studiotechnisch einiges auf. "Früher war das so, daß ich mir immer vorgestellt habe, wie man die Stücke live umsetzen könnte – und habe dann schon mal das eine oder andere nicht gemacht. Auf dieser CD wollte ich aber nur, daß alles so gut wie möglich klingt." Live wird Kuersche die neuen Sachen dann zusammen mit einem Schlagzeuger präsentieren. Er selbst wird neben der akustischen Gitarre neue Gerätschaften wie einen Gitarren-Synthesizer einsetzen. Aber darauf kommt es ja nicht an: Hauptsache, das Gefühl kommt rüber.
© 09. September 2002  WESTZEIT ||| Text: Ullrich Maurer
September 2002

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