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JELLYFISH – VOM MEER GETRAGEN - Arsenal

 
Der Film des israelischen Künstlerehepaares Shira Geffen und Etgar Keret verfolgt drei leicht neben der Spur laufende Paare über einen kurzen Zeitraum in Tel Aviv. Die lebenslustige Keren z.B. bricht sich auf ihrer Hochzeit ein Bein und muss nun mit ihrem treusorgenden Ehemann in einem dunklen Hotelzimmer hocken, statt die Flitterwochen in der Karibik zu verbringen. Aus Frust darüber beginnt Keren solange an allen Kleinigkeiten herumzumäkeln, bis ihr Mann entnervt die Flucht ergreift. Er freundet sich mit einer alleinstehenden Frau an, die behauptet, Schriftstellerin zu sein. Als diese anbietet, dem frischvermählten Paar ihre Luxussuite zu überlassen, scheint der Ehesegen vorerst gerettet…
In einem anderen Handlungsstrang läuft der Kellnerin Batya, die gerade von ihrem Freund verlassen wurde, ein junges Mädchen zu, das nicht spricht. Dieses Mädchen scheint aus dem Wasser zu kommen, denn es trägt einen Schwimmreifen, von dem es sich partout nicht trennen möchte. Der Versuch, die Eltern des Mädchens ausfindig zu machen, scheitert und so muss vorerst Batya sich um das Kind kümmern. Die Beschäftigung mit dem eigenwilligen Meerkind gestaltet sich jedoch nicht nur während Batyas Arbeitszeit schwierig. Es werden auch Erinnerungen aus Batyas Kindheit heraufbeschworen, die sie eigentlich lieber vergessen würde.
In nüchternen Bildern erzählen Geffen und Keret ihre sehr poetischen Geschichten und konnten damit u.a. in Cannes die Kritiker überzeugen. Dort wurde Jellyfish mit einer Goldenen Kamera für den besten Debütfilm ausgezeichnet.
FR/Israel 2007, Regie: Shira Geffen/Etgar Keret
Darsteller: Sarah Adler, Ilanit Ben-Yaakov, Noa Knoller, u.a.
Kinostart: 13.03.2008
© 01. März 2008  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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