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1:1 – EINS ZU EINS - Arsenal

 
Angekündigt als „Romeo und Julia in einem Kopenhagener Vorort“, stellt sich bald heraus, dass dieser engagierte Film der jungen Regisseurin Annette K. Olesen zwar in Kopenhagen spielt, ansonsten aber eher eine „Anti-Romeo und Julia“-Geschichte darstellt. In diesem Film jedenfalls überwindet die Liebe nicht mühelos die Barrieren der (keineswegs gänzlich verfeindeten) Lager, wie bei den Balkonturtlern. Stattdessen scheint es eher so, dass die Zuneigung zwischen der jungen Dänin Mie und dem Einwanderersohn Shadi recht bald schon kriselt, als sich Schwierigkeiten ankündigen. Der Bruder von Mie wird eines Nachts ins Koma geprügelt und während die gesamte dänische Bevölkerung um sein Leben bangt, quält sich Shadi mit der Ahnung herum, dass vielleicht sein Bruder Tariq mit dem Vorfall zu tun haben könnte. Der Film stellt im Folgenden recht realistisch die möglichen Konsequenzen und Reaktionen auf eine solche Tat und das Misstrauen den ausländischen Mitbürgern gegenüber dar. Während z.B. Großmutter Bonnie ihre Tochter und die Enkelkinder am liebsten direkt in ein anderes Viertel evakuieren möchte, reagiert die Mutter des Opfers trotz ihrer Trauer durchaus besonnen und enthält sich jeder Schuldzuweisung. Trotz der recht spannenden Konstellation wirkt die Geschichte gegen Ende hin leider sehr konstruiert und überkorrekt und vertut damit die Chance auf eine wirklich gute Aussage zu aktuellen Problemen .
Dänemark/GB 2005, Regie: Annette K. OlesenDarsteller: Mohammed-Ali Bakier, Joy K. Petersen, u.a.Kinostart: 10.05.2007
© 01. Mai 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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