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GOODBYE BAFANA - X-Verleih

 
27 Jahre lang war Nelson Mandela inhaftiert, den größten Teil davon unter unwürdigen Verhältnissen. Während eines Großteils dieser Zeit war der Gefängniswärter James Gregory für seine Überwachung zuständig, der als einer der wenigen weißen Südafrikaner den afrikanischen Dialekt des eingesperrten Freiheitsdenkers verstehen und sprechen konnte und sich somit als Zensor und Spitzel gleichermaßen eignete. Nicht ganz unähnlich dem Stasi-Offizier im oscarblitzlichtumwitterten „Das Leben der Anderen“ blieb auch Gregory nicht unberührt vom Schicksal seiner Beobachtungsopfer. Wenn man den Memoiren des Südafrikaners Glauben schenken darf, entwickelte er sich unter dem Einfluss Mandelas vom Apartheidsbefürworter zum überzeugten Demokraten und Bewunderer seines prominenten Gefangenen. In Anlehnung an eben diese Memoiren inszeniert Bille August seinen Film über das Leben der beiden schicksalhaft verbundenen Gefängnisbewohner. In knapp zwei Stunden vollzieht sich nun also die Wandlung des soldatisch gedrillten Schwarzenhassers, der für seine karrierebedachte Frau (sehr sympathisch gespielt von Diane Kruger) einen schmutzigen Job übernimmt, zum Unterstützer und Helfer des späteren ersten schwarzen Präsidenten. Joseph Fiennes verkörpert diese Wandlung angemessen bedächtig und Dennis Haysbert schlüpft sehr überzeugend in die Rolle Nelson Mandelas, trotzdem wirkt der Film insgesamt ein wenig zu zahm.
Belgien 2007, Regie: Bille August
Darsteller: Joseph Fiennes, Dennis Haysbert, Diane Kruger, u.a.
Kinostart: 12.04.2007
© 01. April 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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