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LIVE AID - (Warner Vision)

 
Knapp 20 Jahre ist es nun her, dass Bob Geldof das wohl größte Vorhaben der Popgeschichte ins Leben rief und mit Sicherheit das einzigartigste Live-Konzert überhaupt veranstaltete.
Wir erinnern uns: Die Fernsehbilder, die Mitte/Ende 1984 aus Afrika auch unsere Breitengrade erreichten, waren fuchtbar und berührend. Die Hungersnot in Äthiopien und die unzähligen Todesopfer trafen das Herz der Welt. Gleichsam wurde daraufhin in Europa mit „Do They Know It‘s Christmas“ und in den USA mit „We Are The World“ Singles von der Créme de la Créme des Musikbusiness dies- und jenseits des großen Teiches aufgenommen, die einen Grundstein für die Belange des Band Aid Trust, der noch heute tätig ist, legten. Im Sommer 1985 dann folgte ein Konzert, das alles bisher dagewesene in den Schatten stellte. In London/GB und in Philadelphia/USA fand Live Aid zeitgleich statt, ein Festival, dessen Line-Up schier unglaublich war: U2, Paul McCartney, Dire Straits, The Who, Neil Young, Madonna, George Michael, Status Quo, Elton John, Sting, Sade, Simple Minds, The Cars, Nik Kershaw, The Beach Boys, Bryan Ferry, Spandau Ballet, Eric Clapton, Mick Jagger & Keith Richards, David Bowie und viele mehr, die ohne Zweifel als das who is who der damaligen Zeit angesehen werden durften, gaben zu Gunsten der Organisation ihre Hits ohne Gagenforderungen zum Besten. Ob da nun Elvis Costello nur mit einer Gitarre bewaffnet herzerweichend „All You Need Is Love“ mit dem gesamten Wembley-Stadion anstimmt oder Freddie Mercury mit seinen Jungs von Queen ein atemberaubendes Set hinlegt, egal ob Ozzy bei Black Sabbath schon damals aussah wie der Tod auf Stelzen oder Phil Collins den Clown machte und kultigerweise nach seinem Gig in London per Concorde in die USA jettete, um auch dort noch aufzutreten - hier stimmte einfach alles, die Geste war groß und das Nutzen einmalig. Auch wenn nicht alles des knapp 16-stündigen Events in dieser 4er-DVD-Box enthalten ist (wie zum Beispiel der Auftritt von Led Zeppelin minus John Bonham plus Phil Collins - warum nur?!), so ist sie doch in sich mit knapp 10 Stunden Spielzeit durchaus komplett und ob der Fülle an Bands und Acts einfach überwältigend. Der Sound ist erhaben (und ausser Stereo auch in 5.1 und dts vorhanden), die Schnitte sind gut, das Bildmaterial ist trotz vielen Jahren in den Archiven noch ordentlich und das Programm an sich einfach gut. Und das gute daran: auch die Erlöse dieser Box unterstützen die Hilfsorganisation.
© 01. Dezember 2004  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
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