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IG DRECK AUF PAPIER (Hg.) - Keine Zukunft war gestern

 
(Archiv der Jugendkulturen Verlag, 368 Seiten, Abb., 28 Euro)
Genauso wie viele andere Musikstile ist auch der Punk in die Jahre gekommen. Die Zeit ist also reif: für das Erinnern, das Rekapitulieren, das Trauern, das Einordnen. Und da der Punk sich in nichts von anderen, gerne als spießig gebrandmarkten Ritualen und Jubiläen unterscheidet, findet sich im dicken Sammelband natürlich ein Kalendarium. Zum Erinnern braucht es ein Datum, ein Ereignis – hier ist es der 19.10.1972. An diesem Tag spielten in New York unter dem Motto "Punk, Funk and Server-Music" Wayne County und Suicide. Quasi die Geburtsstunde der Punk Music. Im Buch beginnen die glorreich-desaströsen Punkkapitel 1976 und tanzen sich im Pogo-Schritt in die 2000er Jahre. Reich bebildert mit Fotos, Eintrittskarten, Plakaten, Fanzines, Zeitungsartikel, Karikaturen, Schallplattencover legen die Herausgeber eine spannende Dokumentation einer mehr als dreißig Jahre existierenden Musik- und Lebenseinstellung vor. Kommerz und Spaß, Anti-Pop-Haltung und Krawall – Punk spaltete nicht nur die Gesellschaft, Punk spaltete auch die Jugend. Warum das so war und wie man innerhalb der abgeschotteten Punkrealität überlebte, erzählen Ehemalige in persönlichen Statements und Interviews, u.a. Marcus Leicher, Karin Dreier, Yvy Pop und Yvonne Asel.
© 01. Dezember 2008  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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