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PETER NIKLAS WILSON (HG.) - Jazz Klassiker

Erfolgreiche Geschäftsideen rufen nach fortgesetzter Vermarktung. Diesen Königsweg betritt auch der Reclam Verlag mit der zweibändigen Kompaktausgabe "Jazz Klassiker", die dem dreibändigen Lexikon "Rock Klassiker" von Peter Kemper (2003) folgt. Herausgeber ist der früh verstorbene Jazzschreiber und Musiker Peter Niklas Wilson, der kompetente Autoren für das Projekt zusammenstellte. Ein absolut schillernder, von der Sonne erleuchteter Musiker wie Sun Ra neben dem swingendsten Schlagzeuger des Modern Jazz Max Roach, der lustige, vibraphonspielende Spaßmacher Lionel Hampton neben dem vielseitigen Pianisten Misha Mengelberg – auch das sind, neben den üblichen Verdächtigen Ellington, Parker, Davis und Coltrane, Klassiker des Jazz. Der jüngste dieses Kreises ist auch schon 49: Steve Coleman, der knapp vor Pat Metheney die Liste der jungen Hüpfer anführt. Besonders positiv ist die Aufnahme von Musikern, die sich eher an den Randgebieten des Jazz wie Improvisation (Derek Bailey, Evan Parker) tummeln oder außerhalb der US- und britischen Dominanz ordentliche Innovationen betreiben. Aus Deutschland kamen u.a. Peter Brötzmann und Alexander von Schlippenbach hinein, aus Italien Gianluigi Trovesi, aus Österreich Franz Koglmann. Skandinavien ist mit Jan Garbarek, Russland mit dem Ganelin Trio vertreten. Einige fehlen, die auch Klassiker sind. Doch ein mehr an Namen hätte den Rahmen zweifellos gesprengt.
Peter Niklas Wilson (Hg.): Jazz Klassiker. Reclam Verlag. Stuttgart 2005. 2 Bde in Kassette. Ingesamt 816 Seiten. 24,90 Euro
© 01. Juni 2005  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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