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BARBARA SICHTERMANN / ANDREA KAISER - Frauen sehen besser aus (Frauen und Fernsehen)

Der Feuilletonchef der >FAZ< beklagte kürzlich eine nie da gewesene „Akkumulation weiblicher Macht in den Medien“. Und tatsächlich, die Polit-Talks beherrschen die Damen Christiansen, Maischberger, Illner. Nachrichten werden größtenteils von attraktiven, emanzipierten Frauen vorgetragen. Diese Fakten brachten die beiden Verfasserinnnen („Generation Alice Schwarzer / Generation Ally McBeal“) auf die Idee, dieses Thema näher zu betrachten, denn „Kaum wartet man 2000 Jahre, schon tut sich was“ (Zitat Dagmar Reim; erste Intendantin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks). Angeblich müffeln die Themen Emanzipation, Geschlechterkampf, Feminismus übel, abgestanden, peinlich, als wenn man(n) einen dicken Döner mit ordentlich Tsatsiki gegessen hätte. Sichtermann und Kaiser untermauern ihre Thesen sehr kurzweilig. Sie erzählen z. B. von Anke Schäferkordt (VOX-Geschäftsführerin), die in der Kneipe ihrer Eltern früh gelernt hatte, wie sie sich, auch unter Zoten erzählenden Männern, durchsetzt. „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal kommt zu Wort, etc etc. Informativ und Unterhaltsam schlängeln sich die Kapitel um den Gesellschaftlichen Wandel am Thema Frau entlang. Es macht Spaß, sich mit diesem Buch zu beschäftigen, denn nach dem Lesevergnügen wird die Welt nie mehr so sein, wie vorher. Doch auch hier gilt - JedeR hat seine eigene Sicht, aber nicht jedeR sieht auch etwas.
(Kunstmann, 192 S., 18,90 EUR)

Weitere Infos: www.kunstmann.de
© 01. Mai 2005  WESTZEIT ||| Text: Ralf G. Poppe
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