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KURT COBAIN - Tagebücher

Herausgegeben und übersetzt von Clara Drechsler und Harald Hellmann
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 315 S., 19,90 EUR

Bei Kurt Cobains Aufzeichnungen handelt es sich um eine Sammlung von Briefen, Songtexten, Gedankensplittern und Skizzen. Zwischen recht banalen Situationsbeschreibungen finden sich kleine Manifeste oder der Entwurf einer äußerst makabren Punkoper. Cobain schreibt ohne Punkt und Komma, dafür aber mit viel Selbstironie über sich, seine Band Nirvana, den Zustand zeitgenössischer Popmusik und das von ihm gehasste Musikgeschäft. Darüber hinaus zeigt sich, dass er sich überaus kritisch und detailliert mit den gesellschaftlichen Themen seiner Zeit auseinandergesetzt hat. Die literarische Qualität reicht dabei von absoluter Gossensprache bis zu lyrischen oder philosophischen Höhepunkten. Cobains Notizen adäquat zu übersetzen, ist nicht immer gelungen, dafür helfen Anmerkungen, so manchen Zusammenhang zu verstehen. Als Leser bekommt man nun die Möglichkeit einen voyeuristischen Blick hinter die Fassade des mystifizierten Cobain zu werfen. Nicht nur für Fans.
© 24. Dezember 2002  WESTZEIT ||| Text: Manuel Schülke
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