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NAHKO AND MEDICINE FOR THE PEOPLE - Mission Possible

Nahko Bear hat indianische, philippinische und puertoricanische Vorfahren und ist wohl das, was man im wahrsten Sinne des Wortes einen Erdenbürger nennt: Sein Bewusstsein für unseren Planeten und das Erbe, das seine Generation womöglich hinterlässt, sind zentrale Punkte in seinem musikalischen Schaffen. Nicht umsonst nennt er sich auch „Bewohner im Dienst unseres Planeten“. Im Interview gab der Mittdreißiger bereitwillig Antworten und erzählte vom Leben als m

Im Gespräch merkt man gleich, dass es ihm ein Anliegen ist, verstanden zu werden und mit seinen Messages anzukommen. Dass das auch im Umkehrschluss bei den Leuten ankommt, ist wenig verwunderlich: Zu sympathisch und ehrlich klingt der Mann, der einst nur mit der Gitarre umherzog, um seine Geschichten in die Welt zu tragen. Inzwischen schart er eine talentierte Truppe Gleichgesinnter um sich, die mitunter Wunder wirken – schlechte Laune wird hier schnell weggeblasen. Doch nicht nur das

„Wir sind sechs passionierte Leute von der Westküste, die sich für Dinge interessieren, die lehrende und heilende Kräfte haben: Musik, Poesie, Bewegung. Für mich als Songwriter und Sänger ist es eine fantastische Möglichkeit, den Prozess, die Natur und Welt zu verstehen, in Musik und Worte zu fassen – mit Gleichgesinnten, die sehr talentiert sind und mit mir die Welt ein Stückchen verändern möchten.“

Und nicht nur in der Heimat schart er solche Leute um sich – seine Kunde scheint die Runde zu machen.

„Egal, wo wir hinkommen, wir treffen immer auf Leute, die ebenso wie wir versuchen, etwas in ihrem Leben zu verändern und hoffen, dass sich essentielle Dinge zum besseren wenden. Diese friedvolle und liebende Atmosphäre freut mich und ist inzwischen überall auf der Welt anzutreffen.“

Ob nun nur da, wo NAMFTP sind oder generell – zumindest ist Nahko guten Mutes, zukünftig noch viel mehr Gleichgesinnte zu treffen.

„Ich bin einem sehr konservativen Umfeld aufgewachsen, recht religiös geprägt und ich trage noch immer diese Hoffnung in mir, dass alles gut enden wird. Nicht nur für mich, sondern auch für alle, die nicht stagnieren und in ihrem Hamsterrad stecken bleiben wollen. Es kommt allerdings auch darauf an, dass man selbst etwas in die Hand nimmt und mitmacht, sonst ändert sich gar nichts. Nichts erledigt sich von selbst. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass die Leute, die aktiv werden für eine bessere Welt, langsam in der Überzahl sind. Und sie sind sehr empathisch.“

Eine Qualität, die auch der Herr Bär besitzt. Ebenso wie die Gewissheit, niemals nichtssagend zu sein. Er meint es ernst. Und ist verdammt ehrlich.

„Unsere Probleme – ob ökonomischer, ökologischer oder spiritueller Natur – liegen auf der Hand. Und alles hängt irgendwie eng zusammen. Die Message, die wir hoffentlich rüberbringen, ist, dass Verzeihung und Loslassen gleichermaßen wichtig sind. Man muss lernen, Dinge loszulassen und auch lernen, anderen ihre Fehler zu verzeihen. Unser neues Album ist in gewissem Sinne ein Aufruf an alle Krieger des Guten da draußen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Veränderungen herbeizuführen. Oder das nun aktiver Umweltschutz ist oder Kaffeekochen für diejenigen, die da am Fluss stehen und ein Zeichen setzen – jeder kann auf seine Art mithelfen, die Welt ein Stück-chen besser zu machen. Außerdem wollen wir den Leute noch mit auf den Weg geben, dass man zufriedener sein sollte mit dem, was man hat, und aktiver an seiner Bestimmung teilhaben sollte. Ich möchte die Leute gerne ermutigen, sich und ihr Leben zu hinterfragen. Es gibt eine ganze Menge Dinge, über die man nachdenken kann.“

Und eine Menge Dinge, die Nahko uns über das Leben erzählt. Hören wir ihm einfach zu – wieder und immer wieder.

Aktuelles Album: Hoka (SideOneDummy) VÖ: 10.06.
© 01. Juni 2016  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen
Juni 2016

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