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DIE KNAPPEN - Schwarzes Gold

Ein Knappe ist die veraltetet regionale Bezeichnung für jemanden der eine Lehre als Bergmann gemacht hat. Tom Angelripper (Gesang) und Detlef „Magic“ Lauster (Gitarre und Gesang) sind beide Kinder des Bergbaus die diesen Beruf einst gelernt haben. Durch die beschauliche Gelsenkirchener Kneipenszene sind sich die fünf Musiker in sportlicher Regelmäßigkeit immer wieder an den einschlägigen Theken begegnet.

Auch die Musiker Ralf Schieritz (Bass ), Stefan Schlüter (Schlagzeug), Frank Seraphin (Gitarre) waren als Kohlenlasterfahrer, Schlosser und Chemielaborant über Tage für den Bergbau tätig. Die Ernennung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt 2010 war die perfekte Gelegenheit diese Thematik aufzugreifen und musikalisch zu verwerten.

Die eigentliche Gründung der Knappen, hat sich aber bereits irgendwann im Jahr 2007 vollzogen. Hierzu der  Schlagzeuger der Knappen, Stefan Schlüter im Interview mit Westzeit:

“Als Schalke den Meistertitel anstrebte, wollten wir hierzu einen passenden Titelsong liefern und haben eine kleine EP produziert. Leider hat es mit dem Titel nicht geklappt, so dass die EP nicht veröffentlicht werden konnte. Hierbei ging eine Menge Geld für die Produktionskosten drauf.”

Wie lange habt Ihr an dem Album

“Die Produktionszeit beläuft sich ziemlich genau auf ein halbes Jahr, allerdings sind natürlich einige Ideen im Vorfeld und beim gemeinsamem Jammen im Probenraum entstanden.”

Wie laufen die Proben denn bei euch ab?

“Wir proben regelmäßig instrumental und auch ohne Tom, da sein Terminkalender unheimlich voll ist. Manchmal müssen wir da halt etwas improvisieren, die Qualität unsere Musik leidet aber nicht darunter.”

Sind da nicht Konflikte vor programmiert?

“Nein, eigentlich nicht, wir gehen da alle sehr verständnisvoll miteinander um und nutzen die Zeit, die uns gegeben ist, halt optimal aus.”

Regulär arbeitest Du als Berater im IT Bereich, wie verträgt sich dein Beruf mit Deiner Leidenschaft Musik machen?

“Das lässt sich gut miteinander vereinbaren, wir kennen uns ja alle schon so an die zwanzig Jahre, von daher können wir uns gut aufeinander einstellen. Meine Punkband die Feebles gibt es nebenbei auch noch, die Musik hat schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt.”

Was sind deine persönlichen Lieblingssongs auf dem Album?

“Das wechselt immer mal wieder aber im Moment sind es definitiv die Lieder ´Der alte Mann von Revier 10´ und ´Kein Weg ins Licht´.”

Apropos ´Kein Weg ins Licht´´, wie habt Ihr das Grubenunglück in Chile miterlebt, bei dem 33 Bergleute gerettet werden konnten.

“Wir haben das natürlich tagesaktuell mitverfolgt und uns sehr über denglücklichen Ausgang dieses Unglücks gefreut. Tatsächlich verlief die Rettungsaktion noch parallel zu der Produktionszeit für unser Album. Das Unglück zeigt aber auch, das in Ländern wie Chile generell anders mit Arbeitssicherheit unter Tage umgegangen wird als hierzulande.”

Wie sieht die Zukunft für die Knappen aus, wird es Auftritte geben?

“In naher Zukunft werden wir in der Zeche Carl und in der Turbinenhalle zu sehen sein. Weitere Auftritte sind in Planung, hierbei müssen wir auch Rück-sicht auf Tom´s Aktivitäten mit Sodom und Onkel Tom nehmen. Wir freuen uns jetzt erstmal auf die Veröffentlichung unseres Albums und auf die tollen Rück-meldungen, die wir hierzu bereits bekommen haben.”

Vielen Dank für das Interview.

Aktuelles Album: Auf Kohle geboren (Sunny Bastards / Broken Silence)
© 01. Dezember 2010  WESTZEIT ||| Text: Marcel Grospitz
Dezember 2010

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