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SPEEDFEST 2008 - Eindhoven - Rockcity!

Alle Jahre wieder lädt Hollands Rockband No.1, Peter Pan Speedrock zum Speedfest ein. Vor drei Jahren von Peter, Bart und Bartman aus der der Taufe gehoben, gehört dieses Megafestival längst zum festen Terminplan eines jeden Metalfans, Psychobillies, Punkrockers oder eben all derer, denen es musiktechnisch gar nicht wild und laut genug zugehen kann.

Wie gerade erwähnt, ist das Publikum gemischt und bunt zuammengewürfelt und auch wenn man vielleicht in den ersten fünf Minuten noch die langen Haare oder die gestreiften Stretchjeans seines Thekennachbarn misstrauisch beäugt, stellt man doch nach dem dritten Bier fest, dass es sich auch mit ungewohnten Stilrichtungen leben und sogar gut feiern lässt. Das ist eben der besondere Geist des Speedfestes: sämtliche Musik und Szenebarrieren werden schlichtweg aufgehoben - die Bühne entert, wer den Speedrockern gefällt und vor der Bühne kleben jene, die drauf stehen.

2006, beim ersten Speedfest, war keiner der Drei darauf eingestellt, dass dieses Event wie eine Bombe einschlagen würde. Restlos ausverkauft, lange Schlangen vor dem Eingang, Sardinenbüchsenatmosphäre im Inneren. Das Ganze war ganz nah dran, aus dem Ruder zu laufen:

Bart: „Wir hatten mit diesem Andrang im Leben nicht gerechnet. Unser Traum war es immer, ein Festival zu veranstalten, bei dem wir Bands spielen lassen wollten, die uns gefallen und wir haben eben einen äußerst wilden Musikgeschmack. Natürlich war es ein Risiko so etwas zu organisieren, wenn Du keine Ahnung hast, wie es ankommt. Wir kalkulierten so 1200-1300 Leute, das ist so das Publikum, vor dem wir normalerweise gerade in Eindhoven spielen, also Fans, die schon allein wegen uns auftauchen würden. Im Endeffekt waren es dann 3000 und damit hatten wir nicht gerechnet. Die Halle war überfüllt, an die Bars war kein rankommen mehr, die Leute standen ewig draußen, die Toiletten liefen über und wir fühlten uns ein bisschen gestresst. Ehrlich gesagt, wussten wir gar nicht, wieviele Leute wirklich da waren, weil unsere Gästeliste allein schon riesig war und wir total den Überblick verloren hatten.Natürlich war dieses Feedback sensationell, aber wir wussten, beim nächsten Mal würde einiges anders laufen müssen.“

Gesagt, getan! Speedfest Nummer Zwei im Dezember letzten Jahres bestach schon durch einen wesentlich geregelteren Ablauf. Eine zweite Halle war dazugemietet worden, einige zusätzliche Bars ließen keine Kehle trocken werden und um die Location ein bisschen stimmungsvoller zu gestalten, holte man sich den Trashers Car Club an Bord, der eine kleine Carshow am Rande des Geschehens bot - Indoor wohlgemerkt! Was gibt es denn bitte Rock‘n‘ Rolligeres, als sich beim Burnout allercoolster Hotrodrods und Custom Cars am Rande des Erstickungstodes zu betrinken und Bands anzugucken. Mission accomplished!!

„Letztes Jahr hatten wir schon dazugelernt und Freunde, die professionell Festivals veranstalten, standen uns mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Fragen wie Sicherheitsbestimmungen und all den ganzen Kram geht, an den man als Band gar nicht denken will. Die Besucherzahl war ein bisschen höher als im letzen Jahr und alles lief relativ reibungslos. Die Security war ziemlich strikt; selbst ich wäre beinahe rausgeflogen, weil ich die Kette von meinem Portemonnaie nicht abnehmen wollte. Leider sind strenge Vorkehrungen bei so einem Massenandrang notwendig. Du glaubst gar nicht, was manche Leute so unter ihren Klamotten mit sich rumtragen.“
Das große Geld wollten Peter und Co. mit ihrem Spektakel nie machen und so sind auch die Ticketpreise äußerst moderat angesichts der exquisiten Bandauswahl:
„Wir möchten möglichst vielen Leuten ermöglichen zu kommen und gerade auch Kids, die ja nicht soviel Geld haben, sollen sich ein Ticket leisten können. Große Gewinne scheffeln wir nicht, das meiste wird in den Hauptact fürs nächste Jahr investiert. Turbonegro oder auch Reverend Horton Heat, die uns dafür so vorschweben, haben eben ihren Preis und auch die anderen Bands müssen ja vernünftig untergebracht und bezahlt werden. Dieses Jahr rechnen wir, nicht zuletzt wegen unseres Hauptacts Black Label Society mit 5000 Leuten und dann brauchen wir uns um Speedfest 2009 keine Sorgen mehr zu machen.“
Und nachdem mich die Nachricht erreicht hat, dass anstatt versiffter und nicht geschlechtsspezifisch getrennter Dixi-Klos nun ein eigene Lady‘s Area mit echten Toiletten eingerichtet wurde, besteht nun auch kein Zweifel mehr an meinem Erscheinen beim Speedfest Nummer Drei!
Speedfest 2008
29.11. Klokgebouw Strijp-S, Eindhoven
© 01. November 2008  WESTZEIT ||| Text: MIcky Repkow
November 2008

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