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DIE ÄRZTE - 03.06.2012 Wuhlheide Berlin

 
Stell´ dir vor, es ist Juni, Die Ärzte spielen open-air und regnet und regnet und regnet, ... So geschehen Anfang Juni. La Vela Puerca aus Uruguay geben alles, um wenigstens ein paar sonnige Klänge unters patschnasse Volk zu bringen. Doch die graue Macht des Regens können sie nicht brechen. Dann wird das Klatschen des Regens durch einen Ansager unterbrochen, der S I E ankündigt: BelaFarinRod oder auch Die Ärzte. Gewohnt routiniert gehen sie zur Sache. Und Routine ist genau das, was gute Unterhaltung tötet. Auch, wenn sie mit Zugaben insgesamt 37(!) Lieder zu Gehör bringen. Unter den ersten 15 Stücken sind auch jede Menge aus der aktuellen Platte „auch”. Showtechnisch haben Die Ärzte sich ja immer zurückgehalten, das tun sie dieses Mal auch. Das Bühnenbild (will man es als solches bezeichnen) ist spartanisch. Am auffälligsten ist noch Rodrigo González’ grell orangefarbene und fast mannshohe Bassverstärkerburg. Die Bewegungen, die das Trio auf der Bühne vollführt, sind reduziert. Die launigen Ansage-Scherze und Bonmots sind auch schon etwas abgestanden und bekannt. Aber und jetzt kommt das große „aber“, da stehen Die Ärzte auf der Bühne und natürlich zünden sie auch ihre gesamtes Hitfeuerwerk: „Schunder-Song“, „Meine Freunde“, „Schrei nach Liebe“, „Unrockbar“, „Himmelblau“ oder „Junge“ - alles an Bord. Und ist es inzwischen nicht das, warum man sich zum Die Ärzte-Konzert aufmacht? Um die Hits abzufeiern. Die Hände in die Luft werfen, Bier zu trinken und glücklich zu sein. Auch im Regen.
© 01. Juli 2012  WESTZEIT ||| Text: Franz X.A. Zipperer
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