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SAM SPARRO - 09.06.2012 Comet Club Berlin

 
Der australische Musiker und Sänger Sam Sparro vereint Soul und Funkelemente mit Elektro-Disko. In wunderbar altmodischer, aber gleichzeitig in ebenso wunderbar moderner Weise. Doch bevor man beim Liveset überhaupt dazu kommt, sich mit der Musik zu beschäftigen, ist es das Aussehen von Sam Sparro, das einen gefangen nimmt. Der Mann erinnert zunächst an den frühen Freddie Mercury und wenn er dann seine weiße Spielzeug- Nerd-Brille aufsetzt, verwandelt er sich in Alexis Taylor von Hot Chip. Doch Schluss jetzt, der Mann steht ja nicht im Panoptikum, der steht auf der Clubbühne. Bei der Rückwendung zum Geschehen fällt sofort die Stimme von ihm ins Ohr. Sie ist wandlungsfähig, ungekünstelt auch in den Höhen und durchmisst mit unglaublicher Leichtigkeit jedes seiner Stücke. Dazu muss man wissen, dass frühes Gospelsingen seine Stimme wohl trainiert hat. Sam Sparro ist auch ein überaus charmanter Plauderer mit dem Publikum. In kürzester Zeit hat er alle auf seiner Seite. Alle. Und das ist in einem Miniclub, wie dem Comet, für viele, die ich hier sehen durfte, Schwerstarbeit gewesen. Für Sam Sparro eine leichte Übung. Hier wächst ein grandioser Entertainer heran, der vermutlich zum letzten Mal auf solch einer Minibühne zu hören und zu sehen war.
© 01. Juli 2012  WESTZEIT ||| Text: Franz X.A. Zipperer
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