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BON IVER - 09.06. Tanzbrunnen, Köln

 
Ein Sommerabend im Tanzbrunnen hat schon aufgrund des äußeren Rahmens seinen besonderen Reiz, denn das 1957 zur BUGA angelegte Veranstaltungsgelände besitzt den unwiderstehlichen Charme des unperfekten Schönen bei bester Rheinlage.
Den Auftakt zum Konzertabend machte das aus Minneapolis stammende Quartett „Poliça“, welches mit zwei Schlagzeugern, einem Bassisten sowie Sängerin Channy Leaneagh antrat und größtenteils TripHop bot. Leider nahm der Gesang hierbei eine zu dominante Rolle ein, als dass man tiefer in den polyrhythmischen Sound hätte eintauchen können.
Diese kleine Delle in der Erwartung an den Abend machten die neun Musiker mit Justin Vernon an der Spitze in den folgenden 90 Minuten allerdings mehr als wett. Die ebenfalls mit zwei Schlagzeugen operierende Band, die zudem Saxophone für mehreren Tonlagen, Geigen, Flügelhorn, Posaune, Klarinette, Perkussion und etliche Gitarren auf der Bühne versammelten, zeigte sowohl in den ruhigen Momenten als auch bei den opulenten Songs, dass sie ihre besondere Ausstrahlung und die wunderbare Harmonie mit viel Gefühl und großer Spielfreude auf das Publikum übertragen kann, was man ganz besonders merkte, als der Refrain zu „Skinny Love“ aus gefühlten 5000 Kehlen zu erschallen schien – und mir nicht die erste (und letzte) Gänsehaut des Abends verlieh.

Weitere Infos: boniver.org
© 01. August 2012  WESTZEIT ||| Text: Marco Pawert
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