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THE VIRGINS - 07.04. Gebäude 9 Köln

 
270 Zuschauer
Jungfrauen sehen anders aus: die New Yorker Band „The Virgins“ macht bei ihrem Auftritt im Kölner Gebäude 9 eher den Eindruck, als hätte sie schon einiges mitgemacht in ihrem noch jungen Leben. Frontmann Donald Cumming hüpft im blauen Arbeiter-Overall über die Bühne und sieht aus wie ein Junkie auf Entzug. An seinem Handgelenkt baumelt ein kitschiges Klischee-Silberarmband, das jeden Italo-Mafiosi auch gut stehen würde. Nicht weit davon springen Tattoos ins Auge. Dazu hüpft er in bester 80er-Wave-Manier über die Bühne. Interessant ist, dass der Fünfer nicht als homogenes Ensemble auftritt, sondern allein von der Optik sehr vielfältig daherkommt- Gitarrist Wade Oates trägt ein verranztes T-Shirt und könnte in dem Look auch in jeder Grunge-Band spielen. Sein Kollege Ratensperger trägt ein Juppie-Polo. Im Mittelpunkt steht aber immer Frontmann Cumming. Er ist der Hauptdarsteller und der Kopf der Band. Das Programm ist schnell erzählt, im Gepäck haben sie nur ein Album, ihr Debüt. Zum Auftakt gibt’s „Teen Lovers“, gefolgt von „Expensive“ und schon früh die Single “Rich Girls“. Nach einer halben Stunde ist Schluss. Es folgen drei Zugaben, darunter das melancholische „Love Is Colder Than Death“ und eine Coverversion des Squeeze-Klassikers „Up The Junction“. Zur Mitte des Konzerts sagt Cumming: „Es riecht nach Gras. Mann, ich suche seit drei Tagen nach dem Zeug und finde nichts. Also, wo immer Du stehst, wenn Du die Welt retten willst, dann komm später vorbei!“ Ob der Virgins-Sänger seinen Entzug überwinden konnte ist nicht klar, mit ihrem kleinen feinen Konzert haben die New Yorker auf jeden Fall den Abend gerettet.
Foto: Virtualnights.com
© 01. Mai 2009  WESTZEIT ||| Text: Tobias Al Shomer
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