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WECKEN UND GEWECKT WERDEN - -

„Trau keinem über 30“ lautete eine der sinnvolleren Parolen der 68er. Jetzt, da viele der extrem kritischen und herrlich anarchischen Jugendbewegungen selbst in die Jahre gekommen sind, scheint es an der Zeit, einen Blick zurück auf die Anfänge zu werfen (und sich zu fragen: „Was hat dich bloß so ruiniert?“ ; )).
Mit Ihrer Dokumentation „Wecken und Geweckt werden – 30 Jahre Punk in Düsseldorf“ liefern Reda el Scherif und Konstantin Koewius das Material für eine solche Rückschau. Mit einer schier erschlagenden Menge an Zeitzeugeninterviews, historischen Filmschnipseln, Fotos und Tondokumenten wird die Geschichte des Punk in Düsseldorf nachgezeichnet. Fragen wie „Woher kam Punk?“ „Wer verstand sich als Punk?“ „Wie gründet man eine Punkband?“ „Was macht Punk heute?“ werden von allen Seiten beleuchtet und von fachkompetenter Seite beantwortet. Überregional bekannte Zeitzeugen wie Peter Hein (Fehlfarben), Andy Meurer (Die Toten Hosen), Kurt Dahlke (Der Plan) kommen ebenso zu Wort wie Düsseldorfer Originale und hoffnungsvolle Nachwuchstalente.
Fraglich ist nur, ob die spezielle Geschichte der Düsseldorfer Punks wirklich den allgemeingültigen Status hat, den Peter Hein ihr zuschreibt wenn er behauptet: „Düsseldorf war die Hauptstadt des Punk in Deutschland“ (und ironisch hinzufügt:“…und wenn ich das sage, dann ist das amtlich!“). Für punkbewegte Düsseldorfer (wie mich) ist der Film eine begeisternde Zusammenstellung. Anderen Zuschauern verlangt der Film vielleicht etwas mehr Punkbesessenheit, gesteigerte Liebe zum Detail oder größeres Geschichtsinteresse ab.
D 2007, Regie: Reda El Scherif und Konstantin Koewius
Darsteller: Diverse
Kinostart: Verschieden

Weitere Infos: www.gewecktwerden.de
© 01. Februar 2008  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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