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LEROY - X-Verleih

 
Durch und durch sympathische Ideen, die da aus Filmneuling Armin Völckers hervorsprudeln: Eine Art jugendlicher Blaxploitation-Film aus Deutschland schwebt ihm vor, eine Nazi-Skin-Komödie mit einem Soundtrack der die Größen der deutschen Black-Music-Fraktion versammelt. Das Ganze vorbereitet durch einen Kurzfilm („Leroy räumt auf“), der auf YouTube Lust auf mehr weckt, auf Festivals abräumt und so die Geldgeber überzeugt. Die Geschichte ist herrlich schräg: Der 17-jährige Leroy ist farbig, spielt Cello, spricht besser Deutsch als seine deutschen Schulkameraden und ist eindeutig zu schüchtern. Sein Glück, dass die hübsche Eva die Initiative ergreift und mit ihm anbandelt. Sein Pech dass der Rest ihrer Familie durch und durch rechtskonservativ eingestellt ist und die 5 Brüder Skinheads sind. Nach anfänglichen Versuchen sich mit dem Familienclan zu vertragen, eskaliert die Situation und Leroy beschließt (angefeuert von Filmdebütant Afrob) sich auf seine Black-Power zu besinnen.
Die Dialoge des Films enthalten wunderbare Zitatperlen, der Soundtrack ist der schmissigste seit Jahren und versammelt Namen wie Denyo, Jan Delay, Seeed, Afrob, Curse, Clueso, usw., die fast alle exklusive Tracks geschrieben haben. Trotzdem wirkt der Film leider schrecklich hüftsteif. Die Schauspieler agieren wie in den luftleeren Raum gestellt und der Schnitt wirkt an manchen Stellen wie besseres Heimvideo. Hier wäre ein Remake ausnahmsweise mal sinnvoll.
D 2007, Regie: Armin Völckers
Darsteller: Alain Morel, , Anna Hausburg, Afrob, u.a.
Kinostart: 27.09.2007

Weitere Infos: www.leroylize.it
© 01. September 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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