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SHORTBUS - Senator

 
In kürzeren als den normalen Bussen werden in den USA anscheinend die Minderheiten unter den Schülern zur Schule gefahren und da Regisseur Mitchell sich den Hochbegabten und geistig Behinderten in Sachen Außenseiterstatus nahe fühlt, wählte er also den Kurzbustitel für seinen Film. Und wenn es stimmt, dass die Amerikaner eine der prüdesten westlichen Gesellschaften sind, dann tut Mitchell tatsächlich alles, um sich den Außenseiterstatus zu erhalten. Denn selten hat wohl jemand in den letzten Jahren einen so experimentierfreudigen Film über die Erotik und die Suche nach dem perfekten Sex gedreht. Um dem Schamgefühl der Schauspieler gerecht u werden und um ihnen keine Sexpraktiken aufzuzwingen, wurde der Film über zwei Jahre hinweg von den Schauspielern selbst erarbeitet. Herausgekommen ist dabei ein bunter Reigen von Szenen um die Beziehungstherapeutin Sofia, die auf der Suche nach dem ersten Orgasmus ist und in einem Künstler- und Sexclub auf eine beziehungsgestörte Domina, einen lebensmüden Filmemacher und seinen besorgten Freund sowie einen harmoniesüchtigen Voyeur trifft. Die sich verflechtenden Geschichten werden durch eine unglaublich liebevoll gemachte Animation der Häuserschluchten von New York miteinander verbunden und durch in die Handlung integrierte Livekonzerte von unter anderem Yo La Tengo oder Scott Matthew (der u.a. Musik für die famosen Filme „Ghost In The Shell“ und „Cowboy Be-Bop“ gemacht hat) begleitet.
USA 2006, Regie: John Cameron Mitchell
Darsteller: Lee Sook-Yin, Paul Dawson, PJ DeBoy, u.a.
Kinostart: 19.10.06
© 01. Oktober 2006  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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