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DIE BESUCHERIN - Filmlichter

 
Regisseurin Lola Randl hat vor diesem Film durch einige erfolgreiche Kurzfilme auf sich aufmerksam gemacht. Nun beweist sie, dass sie auch über mehr als 18 Minuten hinweg poetische Bildwelten arrangieren kann. In stimmungsvollen Bildern und stilsicher musikalisch unterlegt präsentiert sie folgende, leider inhaltlich ziemlich schwach geratene Geschichte:
Die vielbeschäftigte Wissenschaftlerin Agnes (seltsam verhuscht: Sylvana Krappatsch) führt ein durchorganisiertes Leben. Ehemann Walter und Tochter Leni bekommt sie nur am späten Abend zu Gesicht, den Tag verbringt sie griesgrämig in ihrem Büro. Traurig stellt sie fest, dass sich die Beziehung zu ihrer Familie zunehmend distanziert. Als ihre chaotische Schwester Karola ihr jedoch den Schlüssel zu einer Wohnung überlässt, auf die die Schwester eigentlich selbst aufpassen sollte, ändert sich die Lage. Agnes fühlt sich von der verlassenen Wohnung seltsam angezogen und reagiert nicht sonderlich überrascht, als sie eines Tages auf den zurückkehrenden Bewohner der Wohnung trifft. Bruno (Andre Jung), dessen Frau vor kurzem auf einer Reise zu ihrem Liebhaber ums Leben kam, streift seither somnambul durch die Welt. Die beiden verlieren sich in einer seltsam wortlosen Affäre, die ebenso abrupt wieder endet wie sie begann, woraufhin Agnes vor den Scherben ihrer Ehe steht.
Das alles wirkt jedoch immer wieder irgendwie unstimmig. Die Figuren handeln gegen ihre psychologische Motivation, manchmal passen Dialoge nicht zur Handlung und letztlich fragt man sich, ob der Film als langes Musikvideo, ohne Handlung und Dialog, nicht besser wirken würde.
D 2008, Regie: Lola Randl
Darsteller: Sylvana Krappatsch, Andre Jung, Jule Böwe, u.a.
Kinostart: 14.05.2009
© 01. Mai 2009  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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