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STEFAN SCHWIETERT - El Acordeón del Diablo

 
(Arte Edition)
Der alte Mann ist so dünn wie ein Zigarillo, wenn er sich draußen mit kaltem Wasser wäscht, zeigt sein Oberkörper alle Rippen. Francisco „Pocho“ Rada, 93, lebt in einer Hütte am Stadtrand von Santa Maria in Kolumbien, an der Karibikküste, und ist in seinem Heimatland ein berühmter Mann. Der Akkordeonspieler Rada brachte sich das Spielen selbst bei, nach dem ein deutsches Schiff vor der Küste gestrandet und Akkordeons ans Land gespült wurden. So beginnt Stefan Schwietert, rennomierter Dokumentarfilm aus der Schweiz, das Porträt dieses einfachen, sehr musikalischen Menschen. Er kam im ganzen Land umher, wo er eines Tages dem Teufel begegnete. So kolportiert Pocho und schuf damit eine Legende, die im Film nacherzählt wird. Im übrigen: grandiose Szenen und ein witziger, die Frauen und seine 433 Enkel liebendes Original der südamerikanischen Akkordeon-Szene. So einen berühmten Mann fährt man natürlich durch das Dorf, in einer große Prozession, um ihn zu ehren. Dann spielt er, und er singt einen seiner zahlreichen Songs, so, als wären kaum Jahre vergangen seit er mit vier Jahren erstmals ein Akkordeon in den Händen hielt.
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© 01. Mai 2009  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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