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FIGURINES - Nordische Vortrefflichkeit

Figurines kommen, man möchte es schon gar nicht mehr erwähnen, aus Dänemark und sind derzeit der hellste Stern am Indierock-Firmament. Die Ingredienzen ihres Erfolges sind die Üblichen: Ursprünglich vier charismatische junge Herren, die schon von Kindesbeinen an zusammen Musik machen, tüfteln und experimentieren, gehen zusammen auf Tour, schließlich gesellt sich noch ein Fünfter dazu, gemeinsam stürmt man die Indie-Charts und macht sich schließlich auf gemeinsam auf die Welt zu erobern – ein Rockmärchen, wie es im Buche steht!

Mit der Veröffentlichung der langersehnten neuen Scheibe ist nun an der Zeit, Sänger Christian und Co. mal ein wenig auf den Zahn zu fühlen...

Skandinavien ist ja dafür bekannt, dass dort großartige Musikacts wie Pilze aus dem Boden schiessen. Glaubt Ihr, dass es in Eurer Musik irgendein typisch Skandinavisches Element gibt. Was ist überhaupt das Geheimnis, warum Bands aus Skandinavien international so erfolgreich sind?

„Obwohl wir aus Dänemark kommen, können wir nicht wirklich ein nordisches Element in unserer Musik sehen. Es ist vermutlich wie bei schlechtem Atem: Du kriegst es selbst nicht mit! Bestimmt gibt es etwas, das wir anders machen, als Bands aus dem Rest der Welt, aber ich habe keine Ahnung was, und wenn ich es wüsste, würde ich es Euch nicht sagen, weil es dann kein Geheimnis mehr wäre und andere skandinavische Bands uns auf die Fresse hauen würden, wann immer wir auf einem Festival auftauchten.“

Okay, jeden Musiker überkommt wohl manchmal heftigster Neid, wenn er einen tollen Song einer anderen Band hört: Von welcher Zeile in einem Rocksong würdest Du Dir wünschen, dass Du sie geschrieben hättest?



„They say I shot a man named Gray

and took his wife to Italy

She inherited a million bucks and

when she died it came to me

I can’t help it if I’m lucky.“

Bob Dylan – Idiot Wind



Ihr habt gerade Euer neues Album ‚Figurines‘ herausgebracht – schlicht und ergreifend! Was ist Eurer Meinung nach wohl der spannendeste Unterschied zu Euren vorherigen Scheiben?

„Ich glaube, dass wir mit Figurines eine Brücke geschlagen haben zwischen ‚Skeleton‘, unserer zweiten Veröffentlichung, die sehr schnell, kraftvoll und voller Hooks war, und ‚When The Deer Wore Blue“, dem dritten Album, das sich mehr durch seine Heiterkeit, Konzeption und diesen Einschlag in Richtung Psychedelic Rock auszeichnete. Ich weiß, dass Bands immer behaupten, das aktuelle Album sei das Beste, was sie je zustandegebracht haben, aber in unserem Fall, hat uns der Aufnahmeprozess einfach den meisten Spass gemacht und uns echte gute Vibes innerhalb der Band beschert. Außerdem sind auf ‚Figurines‘ viel mehr Stücke von denen wir einfach wissen, das sie live einfach der absolute Hammer sein werden.“

Die gute Rock’n’Roll Fee erscheint Euch und einen ausgesprochen guten Tag, Sie gewährt Euch musikalische Glückseligkeit, drei Wünsche, um genau zu sein: Ihr könnt einen Song mit Eurem Alltime Hero in einem Venue Eurer Wahl performen – Welcher Künstler / Song / Venue?

Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen.

„Kim Larsen, Tarzan Mama Mia, Roskilde Festival’s Orange Stage!“

Nachdem Ihr nun fast die erste Hälfte des Jahres, Songs geschrieben und im Studio gehockt habt, wie sieht es mit Euren Plänen für den Rest von 2011 aus?

„Wir werden touren bis zum geht nicht mehr. Als erstes werden wir in die Staaten gehen, um dort ein paar Shows zu spielen, worauf wir uns schon total freuen und dann werden wir eine ausgedehnte Europatour dranhängen, die bis in den Herbst hineineingeht, darunter auch viele Gigs in Deutschland. Kommt vorbei und guckt es Euch an. Wir werden Euch nicht enttäuschen!”

Aktuelles Album: Figurines (Cargo)
© 01. Juli 2011  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
Juli 2011

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