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MICHEL RABAGLIATI - Pauls Ferienjob


(Edition 52, Euro 17,00) Amerika Ende der 1970er Jahre. Im französischsprachigen Teil Kanadas treibt sein engstirniger Rektor Paul von der Schule in einige Mc-Jobs (die damals schon genauso bescheuert waren wie heute, nur noch nicht so hießen). Ziemlich frustriert vom Leben kommt dann der erlösende Anruf seines Freundes Guy, der ihn einlädt als Betreuer eines Sommer-Camps für „benachteiligte Jugendliche“ einzusteigen. Was folgt ist eine nette, fast romantische Geschichte des „Erwachsen“-Werdens von Paul. Die Erkenntnis, dass das Leben auch schöne Seiten hat, der Entwicklung seines Selbstvertrauens und vieler neuer Erfahrungen am Ufer eines kleinen kanadischen Sees, wo das Zelten damals noch ohne Klima-Anlage, Dusche und WC stattfand.
Michel Rabagliatis lesenswerte Comic-Novelle trägt unverkennbar autobiografische Züge, die wohl auch letztendlich die große Qualität der Geschichte ausmachen. „Pauls Ferienjob“ hat mit Superhelden oder der us-amerkanischen Indie-Szene ziemlich wenig zu tun. Schon Rabagliatis Zeichenstil erinnert dafür viel zu deutlich an moderne europäische (französische) Autoren-Comics. „Pauls Ferienjob“ ist wie ein guter französischer Film: Berührend und mit dieser einzigartigen Leichtigkeit.

Weitere Infos: www.edition52.de
© 01. August 2008  WESTZEIT ||| Text: Bert Dahlmann
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