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REINHARD KLEIST - CASH - I See A Darkness


(Carlsen Verlag, 224 Seiten, €uro 14,-) Seit über zehn Jahren rollt Reinhard Kleist die deutsche Comicszene von unten auf. Angefangen bei frühen Veröffentlichungen im Panel, über sein gefeiertes ersten Album "Lovecraft", bis hin zu der aktuellen Serie "Berlinoir" (der abschliessende 3. Band ist für diesen Herbst angekündigt), und jetzt eben seine formidable Comic-Biographie des Ausnahme.Musikers John R. Cash.


Kaum ein Country-Musiker genießt ein solches Ansehen wie der 2003 verstorbene Johnny Cash; und genügend spannenden Stoff liefert sein Leben allemal. Mehrere Ehen, Drogenmißbrauch, Akoholexzesse, Streit mit Managern, Labels und angepaßten Country-Musik-Kollegen. Seine Karriere ließ kaum eine Höhe aus, er hat aber auch so ziemlich jeden Tiefpunkt durchlebt.


Kleist löst die Aufgabe, eine der größten Ikonen der Popmusik graphisch in Szene zu setzen, virtuos. Doch leider gibt es nur diesen einen Band, der praktisch mit der Verlobung mit seiner großen Liebe June Carter endet. Fast vier Dekaden seines Lebens fehlen so und werden nur durch den brillianten "Bonustrack", einer Studioszene mit Cash und dem Produzenten seiner "American Recordings" Rick Rubin ergänzt. Doch vielleicht setzt sich Reinhard ja doch noch mal hin, und liefert einen weiteren Band, als Fan von Cash und Kleist würde ich mir das wünschen. Da die Comicbiographie demnächst u.a. auch in den USA erscheinen wird, erscheint dies zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen.

Weitere Infos: www.reinhard-kleist.de

© 01. April 2007  WESTZEIT ||| Text: Bert Dahlmann
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