interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt
6. REEPERBAHN-FESTIVAL - 22.-24.09. 2011, Hamburg - St. Pauli

 
Auf über 40 Spielorten tummelten sich die Bands durch circa 200 Shows – die man als Besucher(in) natürlich nicht alle ansehen kann. Dazu kam die Musik noch in anderen Kunstformen daher... in Literatur, Film oder Bildender Kunst im öffentlichen Raum, in Off-Locations sowie in eingeführten Spielstätten.
Es gibt sicher kein Festival, wo man für so wenig Geld so viele tolle Acts anhören kann. Lykke Li & Katzenjammer starteten z.B. hier ihre Karrieren in Deutschland: Ein Festival, drei Tage, rund 193 neue, spannende Bands! Zu einem Line-Up mit bereits bewährten Künstlern wie TURBOSTAAT, FRIENDLY FIRES oder FRITTENBUDE gesellten sich spannende nationale & internationale Künstler(innen) wie CLOUD CONTROL (Folk), CAPTAIN CAPA (Elektro) oder FLASHGUNS (Indie). Sogar das Wetter machte eine gute Figur - es gab sehr viel Sonne! Am Donnerstag überzeugte die norwegische Band TEAM ME zu später Stunde im Molotow. Eine sympathische Formation, die flockige, tanzbare Songs darbot. Am Freitag performten THE GET UP KIDS im Docks eine bunte Mischung aus ihrem gesamten Repertoire, was dem Publikum wirklich gut gefiel. Anschließend dann subjektiv ein echtes Festivalhighlight: Turbostaat! Die Musiker kommen einfach aus der Garderobe, um „mal so eben“ 70 Minuten über die Bühne zu brettern. Fantastisch laut, fantastisch präzise, fantastisch gut! Der Samstag kam zunächst scheinbar nicht richtig in Fahrt. Erst gegen 21.00 Uhr füllten sich die Reeperbahn sowie die Clubs. Wo es bei TELLAVISION in der Molotow Bar noch gemütlich zu Lo-Fi Sounds losging, wurde anschließend bei THE DASHWOODS mitreißend zur Gitarre gerockt. Das Hamburger Abendblatt berichtete (Mo., 26.09.) dann auch wie folgt (Zitat): „Doch auch für regionale Acts kann der Klubreigen vor der eigenen Haustür Starthilfe sein. Wer weiß, welcher Talentsucher etwa den rappelvollen Gig von The Dashwoods aus dem niedersächsischen Zeven in der Molotow Bar gesehen hat. Die Scheibe beschlagen, die Fans auf den Füßen der Musiker. Und wer Drummer Antoine Laval, 22 Jahre jung, danach nass geschwitzt auf der Straße hat stehen sehen, aufgelöst und grinsend, der weiß: Rock'n'Roll ist kein Käse, das ist das ganz große Glück.“
Fotos: Lena Wolf

Weitere Infos: www.reeperbahnfestival.com
© 01. November 2011  WESTZEIT ||| Text: Ralf G. Poppe
Live-Reviews

Links

suche