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HURTS - 01.06.2010

 
Admiralspalast, Berlin
Aus gegebenem Anlass beginnt diese Livereview mit der Frage, warum man als Leser eines Musikjournals eigentlich ein Interesse daran haben könnte, zu erfahren, wie ein bestimmtes Konzert verlaufen ist. Oft werden an solcher Stelle Vergleiche von Live- und Studioproduktionen gezogen oder die Qualität der stimmlichen Darbietung beurteilt. Aber: ist das alles denn wirklich von Bedeutung? Warum sollte man das wissen wollen? Der eigentliche Sinn eines Popkonzerts liegt doch nicht in der Darbietung eines musikalischen Werkes, dass in konservierter Form in der Regel schon bekannt ist. Vielmehr bedeutet der Schritt auf die Bühne doch, dass der Künstler aus der Anonymität heraustritt und seine persönliche Motivation für sein Tun präsentiert. Und genau dieser Punkt macht das erste Showcase von Hurts aus Manchester in Berlin zu einem besonderen Termin. Theo und Adam können maximal die Songs ihres im August bei Four Music erscheinenden Albums spielen, vieles davon ist dem Publikum unbekannt. Zusammen feiern ist demnach nicht angesagt. Aber die Frage: was wollen die zwei wirklich? Sind sie Hype oder Hurts? Die Antwort folgt innerhalb der ersten Sekunden. Hurts sind die neuen Joy Division. Nicht wegen ihrer Musik – obwohl sie Tony Wilson bestimmt sofort gesignt hätte -, sondern, weil sie ihre pathetische Musik machen, weil sie es müssen. Weil sie Getriebene sind vom großen Gefühl, dass die eine Melodie, der eine Sound und der eine Beat in Deinem Herzen erweckt.
Foto: Bettina Pietschmann
© 01. Juli 2010  WESTZEIT ||| Text: Dennis Behle
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