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DIE TÖCHTER DES CHINESISCHEN GÄRTNERS - Universum

 
Autor und Regisseur Dai Sijie, der mit seiner kulturrevolutionskritischen Geschichte „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ einen kräftigen Doppelmedienerfolg verbuchen konnte, entwirft in seinem neuen Film „Die Töchter des chinesischen Gärtners“ ein Sittengemälde der jüngeren chinesischen Vergangenheit und siedelt seine Geschichte in den 80er Jahren dieses Jahrhunderts an. Die junge Li (Mylène Jampanoi, gerade erst auch in „Valley of Flowers“ sehr angenehm aufgefallen) tritt ihr Praktikum beim berühmten Botaniker Chen an, der mit seiner Tochter An Chen (Li Xiaoran) auf einer überwucherten Insel haust. Der Botanikprofessor entpuppt sich bald als nörgelnder Tyrann, der Li und seiner Tochter gleichermaßen das Leben schwer macht. Kaum verwunderlich, dass die beiden jungen Frauen sich anfreunden um den Inselalltag etwas fröhlicher zu gestalten. Schon bald jedoch bemerken sie, dass die Gefühle füreinander nicht nur freundschaftlicher Art sind und finden sich in eine Beziehung verstrickt, die im chinesischen Gesellschaftssystem unvorstellbar ist. Li versucht die Konventionen zu umgehen, indem sie Ans Bruder Dan heiratet, doch natürlich führt das zu mehr Komplikationen als dass es diese beseitigt.
Sehr geschickt baut Dai Sijie die wuchernde, geheimnisvolle Pracht der Inselflora als Kontrast zum rigiden Ordnungssystem des Professors auf und entwickelt den Konflikt um die Liebe der beiden „Töchter“ aus dem Spannungsfeld zwischen diesen beiden Polen. Ein bezaubernder, ruhiger Film mit Sprengkraft.
Frankreich/Kanada 2006, Regie: Dai Sijie
Darsteller: Mylène Jampanoi, Li Xiaoran, Ling Dong Fu, u.a.
Kinostart: 28.06.2007
© 01. Juni 2007  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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