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TAGE ODER STUNDEN - Arsenal

 
Antoine Méliot (überzeugend gespielt von Albert Dupontel) soll mit sich zufrieden sein, schlägt zumindest das Presseheft zum Film vor. Er hat „eine schöne Frau, zwei bezaubernde Kinder, echte Freunde, auf die er sich jederzeit verlassen kann, ein erfülltes Berufsleben, ein hübsches Haus in einem Pariser Vorort und genügend Geld“. Das sind natürlich alles keine überzeugenden Gründe, mit sich zufrieden zu sein und jeder kann in seiner Nachbarschaft leicht erkennen, dass all das viel Platz für Selbstzweifel und Nörglerei lässt. Aber Antoine ist sogar noch viel unzufriedener. Er beschließr, Tabula Rasa zu machen und beginnt systematisch Bekannte, Freunde und seine Familie vor den Kopf zu stoßen. Das bereitet dem Zuschauer kurze Zeit Vergnügen (solange es gegen Schwiegereltern und Sportwagenbesitzer geht), schlägt jedoch dann in das quälende Psychogramm einer Selbstentwurzelung um. Das Tempo des Films steigert sich kontinuierlich und gipfelt in einer Geburtstagsparty, auf der Antoine sich mit Freunden prügelt und seine Familie verlässt.
Das ganze wäre eine überzeugende Filmidee, wenn nicht die ganze Zeit über klar wäre, dass die Hauptfigur in Wirklichkeit gar kein abstoßender Unsympath ist und es eine Erklärung für sein Verhalten geben wird. Regisseur Jean Becker schafft es nicht, die Anspielungen auf Antoines Motive gut genug zu kaschieren und so fällt die geplante Überraschung am Ende des Films in einen irischen Fluss und verröchelt.
FR 2008, Regie: Jean Becker
Darsteller: Albert Dupontel, Marie-Josee Croze, Pierre Vaneck, u.a.
Kinostart: 30.04.2009

Weitere Infos: www.tageoderstunden.de
© 01. April 2009  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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