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DOLF HERMANNSTÄDTER - Got Me? Hadcore-Punk als Lebensentwurf

(Verlag mox & maritz, 308 Seiten, 15,80 Euro)
Auch wenn mich Punk- und Hardcore-Musik bis heute stetig begleitet, habe ich die bereits auf dem Klappentext beweihräucherten Kolumnen von Dolf Hermannstädter sowie das Trust-Magazin unbeabsichtigt nie gelesen. Bewundernswert erscheint die Beständigkeit des Magazins und seines Herausgebers, der über 20 Jahre nicht müde geworden ist, die Probleme unserer Gesellschaft mit seinen Augen zu betrachten und in der ihm eigenen Weise offen kundzutun. Nach der Lektüre dieser knapp 300 Seiten bleibt jedoch der Wunsch nach einer Reflektion über das Ersonnene, das sich aus oftmals wirren Gedankenkonstrukten und über die Jahre widersprüchlichen Standpunkten zusammensetzt. Statt auch mal über die eigene Verwirrtheit früherer Jahre lachen zu können, entsteht vor allem durch das Vorwort des erklärten Dolf-Fans und in seiner sprunghaften Schreibweise als Nachahmer entlarvten Jan Röhlk sowie das Ian MacKaye-Interview, das scheinbar zeigen soll „Schau mal, wer mein Freund ist!“, der Eindruck, dass Dolf hier zum Gott der deutschen Hardcore-Szene erhoben werden soll. Warum glaubt jemand ehrlich, er würde die Begriffe Punk und Hardcore besser deuten können als der Rest der Nation, und warum ist ein Repress dessen überhaupt von Nöten? Dieses Buch ist so wichtig wie meine gesammelten Rezensionen. File under Bohlen und Effenberg.
© 01. Mai 2008  WESTZEIT ||| Text: Sven Trappen
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