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ERIC-EMMANUEL SCHMITT - Adolf H. - Zwei Leben

Ammann Verlag, 509 S., 24,90 EUR
"Don't judge a book by it's cover!", rät ja der Brite. Vom real-kubistischen Hitlerportrait angelockt, ließ ich mich auf die Lektüre dieses eigenartigen Romans ein. Schmitt spielt das beliebte Spiel "Was wäre wenn..." - ja wenn Hitler die Aufnahmeprüfung zur Kunstakademie bestanden und anschließend auf mehr oder weniger verschlungenen Wegen eben nicht zum stereotypen Monster, sondern zum anerkannten, nachgerade verehrten Surrealisten, Bohemien und Frauenliebling geworden wäre. In zwei parallel erzählten Biografien versucht Schmitt, Hitler vom Sockel des absolut Bösen zu stoßen und zum "normalen" Paranoiker zu degradieren. Interessant, aber gefährlich. Und auch nicht durchweg gelungen - inhaltlich wie technisch. Unterhaltsam ist das Buch trotz aller Schwächen aber dennoch. Und mit den angehängten 25 Seiten "Arbeitsjournal" beginnt die (Selbst)Rechtfertigung des Autoren.

Weitere Infos: www.ammann.ch
© 01. April 2008  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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